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  #1  
Alt 19.05.2017, 11:43
Leo Leo ist offline
 
Beiträge: 25
Standard Intelligenztests und ULH

Hallo,

es stellt sich mir die Frage, ob sich dies gegenseitig beeinflussen kann und falls ja, inwiefern? Gibt es dazu "gesicherte Erkenntnisse" bzw gern auch persönliche Erfahrungen?
Ich würde mich sehr auf eure Antworten hier (oder auch als PN) freuen
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  #2  
Alt 19.05.2017, 17:32
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 811
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Hallo,

also ich halte von Intelligenztests eigentlich gar nichts.

Was ist den Intelligenz? Es gibt wohl kaum einen Begriff, der schwerer zu definieren ist. Und da glauben manche, dass man mit ein paar im Kopf zu drehenden geometrischen Figuren mit irgendwelchen Knobel- oder Rechenaufgaben oder was auch immer, dies messbar machen zu können.
Einfach lächerlich, zumal die Gehirnleistung von der Tagesform, vor allem aber der Tageszeit und somit dem persönlichen Biorhythmus abhängig ist.
Ist jemand schlecht drauf, bekommt er einen niedrigen Qutoienten attestiert, --ist doch schlichtweg Unfug, oder?

Ein/e ULH kann sein volles Potenzial bei so etwas sowieso nicht voll entfalten, ist also in jedem Fall schwer gehandicapt.

Ich kenne einen ehemaligen Kollegen, der vor ca. 50 Jahren wegen seiner schlechten schulischen Leistungen auf die damalige sog. Sonderschule geschickt wurde. Er ist ULH, hat deswegen nie einen Schul- oder Berufsabschluss erreicht, heute bald 60 Jahre alt, und hat sein Leben als Hilfsarbeiter gefristet.
Ein ganz lieber netter Mensch, dessen Intelligenz ich niemals in Zweifel ziehen würde!!


Einfach himmelschreiend so etwas!!!

ULH ist reine Psychologie, ich würde sogar sagen, die einzige Psychologie die wirklich "greift", durch die Erfahrung.
Wie gerne wüßte ich, was das für Menschen (ULH?) waren, die Freud, Jung, Adler, oder wie sie alle hießen, unter ihren Fittichen hatten.
I. R. ist also die gesamte bisherige Psychologie, die heute immer noch an den Universitäten weltweit verbreitet wird, unter ein großes Fragezeichen zu stellen und vollständig zu revidieren.

Geändert von Micha.el (19.05.2017 um 17:37 Uhr).
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  #3  
Alt 19.05.2017, 18:20
Jolien Jolien ist offline
 
Beiträge: 369
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Nachdem ich auf Vorladung des Arbeitsamtes zwecks "Einschätzung meiner Eignung eine Umschulung zu machen" 2 IQ-Tests absolvieren musste, halte ich von der Aussagekraft solcher (eingeschränkter) Tests nicht mehr viel. Die Arten von Intelligenzen, die jeder Mensch hat oder weniger hat sind so vielschichtig, dass bei einem Standard IQ - Test vieles durchs Sieb fällt. Meine Begabung für Fremdsprachen wurde z.B. in keiner Weise getestet. Oder wenn jemand "kreative Intelligenz" besitzt, das wird auch nicht getestet. Ich bilde mir lieber selber ein Urteil, ob ich jemand für intelligent halte oder nicht, das würde ich nicht an seinem oder ihrem IQ - Test Ergebnis bemessen.

Jolien
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Mein Motto: "Ächtz, ächtz, muss ich das schon wieder mit Rechts machen???" - "Nein, lieber mit Links, denn das bringt's!"
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  #4  
Alt 19.05.2017, 19:00
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 503
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Moin Leo,
hm, ob man andere IQ- Tests für Linkshänder bräuchte oder so: keine Ahnung. Auf der HP von Fr. Dr. Sattler heißt es ja:
Zitat:
Die Intelligenz selbst wird dadurch nicht vermindert, jedoch oft ihre Manifestation gestört.
http://www.linkshaender-beratung.de
Dieser Thread fasst einige Links, die interessant sein könnten, gut zusammen:
http://www.cosmiq.de/qa/show/2047677...e-Intelligenz/
Als interessant habe ich für mich daraus gezogen: Linkshänder sind nicht per se intelligenter oder weniger intelligent, aber die Streuung ist bei ihnen größer, ich denke, man kann es mit den Unterschieden bei Mann und Frau vergleichen: Frauen haben weniger Genies, aber auch weniger vom Gegenteil, ihre Normalverteilungskurve ist enger. Ähnlich ist es bei Links- und Rechtshändern: die Linkshänder sind weiter gestreut. (Ausreißer gibt es natürlich auch unter rechtshändigen Frauen, aber das ist eben Wahrscheinlichkeitsrechnung.... )
Was meine persönliche Erfahrung angeht: ich bin aufgrund meiner "psychiatrischen Karriere" natürlich auch getestet worden. Ergebnis: 118, Herausragend: Wortschatz (soll wie ein Universitätsprofessor sein, dabei habe ich nur einen Realschulabschluss, kann das also selbst schlecht bewerten) und räumliches Vorstellungsvermögen. Beides ist ja wohl auch oft "Linkshänderdomäne", obgleich ist wirklich schlecht in Mathe bin. Oder, wie ein Mathelehrer es ausgedrückt hat: "Gut in Mathematik" bin, "aber einfach nur nicht rechnen" kann. Vielleicht ist das der Mengenlehre zu attribuieren.
Jetzt fährt der Zug meiner Gedanken gleichmäßiger und springt nicht mehr so oft aus den Gleisen. Vielleicht mache ich auch noch einmal einen IQ- Test, dann kann man mal vergleichen....
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  #5  
Alt 19.05.2017, 23:33
Willi Willi ist offline
 
Beiträge: 85
Standard AW: Intelligenztests und ULH

In der schon genannten einschlägigen Literatur steht ja, dass die Intelligenz durch ULH nicht gemindert wird, wohl aber das Ausmaß ihrer Umsetzung im richtigen Leben.

Außerdem neigen (z.B. nach Sattler) intelligente Kinder eher zur unbemerkten Selbstumschulung durch Nachahmung. Ich vermute, dass in solchen Fällen der Umschulung auch die Rückschulung etwas einfacher werden kann. Intelligenz mag zwar abstrakt und nicht einfach zu definieren (bzw. zu testen) sein, hat aber schon viel mit Beobachtungsgabe, Problemlösekompetenz und der Fähigkeit, sich auf Neues einzustellen zu tun.

Einer Haltung, dass die Tests nichts taugen, würde ich nicht zustimmen. Diese Tests sind in der Erstellung und Validierung durchaus sehr aufwendig und teuer. Man wird also einen guten Test nicht mal eben im Internet oder anders publiziert finden, da er mit zunehmender Verbreitung der Aufgaben (und eventuell Lösungen) an Wert verliert.

Klar ist aber, dass die Tests so gemacht sind, dass die Probanden an die Grenzen dessen gehen müssen, was sie zu leisten in der Lage sind. Nachvollziehbar, wenn ULH hier wegen des erhöhten Energieaufwandes für viele Tätigkeiten (und speziell in fordernden Testsituationen) hinter den eigenen Erwartungen zurück bleiben und dann am Test zweifeln der dem was sie eigentlich können nicht gerecht wird. Nicht, dass ich umfassende Umfragen kennen würde, aber solche pauschalen Zweifel an Intelligenztests habe ich bisher ausschießlich von Menschen gehört die ich davon unabhängig für ULH halte.

Da unter den beliebten Testaufgaben oft Reihenentwicklungen oder Dreisatzaufgaben sind, die sich eigentlich sowohl rechnerisch als auch visuell lösen lassen, sehe ich auch keine besondere Bevorzugung bzw. Benachteiligung von LH oder RH. Räumliche Aufgaben sollten visuell denkenden LH sogar entgegen kommen.

Grüße
Willi
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  #6  
Alt 19.05.2017, 23:55
Jolien Jolien ist offline
 
Beiträge: 369
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Das Thema mit dem IQ - Tests haben wir auch in einem Schachforum gründlichst diskutiert, und dabei sind auch erhebliche Zweifel nicht an der Gültigkeit sondern an der Aussagekraft von IQ - Tests von mehreren Diskussionsteilnehmern geäußert worden.

Jolien
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  #7  
Alt 20.05.2017, 00:01
Monja Monja ist offline
 
Beiträge: 440
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Bei der Seite der Hochbegabtenhilfe gibt es einen guten Artikel zur Zuverlässigkeit von IQ-Tests:
http://www.hochbegabtenhilfe.de/wied...-von-iq-tests/

Ich selbst habe noch als Rechtsschreibende am Mensa-Gruppentest teilgenommen. Da musste man Multiple-Choice-Antworten ankreuzen. Das Schreiben an sich war also kein Problem. Allerdings hatte ich unverhältnismäßig starke Probleme mit den Aufgaben zur Merkfähigkeit. Was auch zu meiner Alltagsbeobachtung passt, dass ich extrem vergesslich bin, wenn ich keine Notizen mache.

Interessanter als der Intelligenzquotient ist aus meiner Sicht ein individuelles Begabungsprofil. Also: Bin ich gut im räumlichen Vorstellungsvermögen? Fällt es mir leicht, mich sprachlich auszudrücken? Für so etwas ist ein Einzeltest bei einem dafür geschulten Testpsychologen deutlich sinnvoller, zumal der einen dann auch beraten kann, was man mit den über sich gewonnenen Erkenntnissen jetzt eigentlich anfangen will.

Und natürlich sagt ein Intelligenztest nichts darüber aus, ob ich musikalisch, sportlich, praktisch geschickt oder einfühlsam bin. Der Mensch besteht ja nicht nur aus seiner intellektuellen Einzelleistung.

Ganz spannend fand ich, dass in anderen Kulturkreisen andere Dinge als intelligent betrachtet werden. In China beispielsweise, die älteren Menschen um Rat zu fragen, um von ihrer Lebenserfahrung zu profitieren. Ich glaube es war in Afrika, dass als intelligent betrachtet wird, wer Probleme gemeinsam in einer Gruppe zu lösen versucht.
__________________
Findefuchs 🦊
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  #8  
Alt 20.05.2017, 00:14
Jolien Jolien ist offline
 
Beiträge: 369
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Danke, Monja, für deinen Beitrag zur Diskussion, deinen Link werde ich mir mal durchlesen.

Ich hatte mir mal aus den Niederlanden von vielen Jahren den "Mensa-Thuistest" zuschicken lassen, weil ich mal neugierig war, was die da so testen.
Alle Übungen bestanden aus dem Zuordnen von Symbolen, also der ganze Test war non-verbal. Ich habe nur einen Blick auf die Übungen geworfen, sie erschienen mir sehr kompliziert. Auch wahrscheinlich damit völlig an meinem Begabungsprofil vorbei, denn im verbalen Bereich bin ich gerade gut.

NB: Der Artikel auf der Hochbegabten - Webseite über die Testung von Intelligenz bezieht sich nur auf die Testung von Kindern!

Jolien
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  #9  
Alt 20.05.2017, 08:54
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 503
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Spannend, was hier so zusammengetragen wird. Ja, unser Test ging auch über längere Zeit und zwischen den einzelnen Teilen gab es Pausen. Beim Merkfähigkeits- Test habe ich gut abgeschlossen, aber auch zugegeben, dass ich "geschummelt" habe. Der Testraum hatte unglaublich viele kleine Fenster, die in mehreren Reihen und Spalten angeordnet waren. Ich habe jedem Begriff ein Fenster zugeordnet und dann jedes Mal, wenn ein Begriff abgefragt wurde, das entsprechende Fenster angesehen. Dadurch konnte ich mir alles gut merken. Im Gespräch nach dem Testabschnitt (wir wurden ja auch nach unserem Befinden bei jedem Abschnitt gefragt usw.) habe ich meine Methode auch offen gelegt. Die Psychologin war verblüfft, meinte aber, es gäbe auch Leute mit "visuellem" oder "räumlichen" Gedächtnis oder so? Ich erinnere das nicht mehr so genau, ist ja auch schon fast 20 Jahre her. Ich denke, ich muss da mal nachhaken und die Ergebnisse hier posten... wäre ja vielleicht auch etwas für Dich, Monja?
Gegen Ende eines jeden Tests wurde ich übrigens sehr viel schlechter, meine ich mich zu erinnern. Die letzten Minuten von jedem Testabschnitt waren eine Qual, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.
Ich habe auch von einem kulturübergreifenden IQ- Test gehört, weil vorher ja zum Beispiel San (Buschleute) extrem schlecht abschnitten, da "normale" IQ- Tests zum Teil auch eine Anpassung an die eher abstrakte, moderne Gesellschaft testen, eine Anpassung, die eine kulturelle ist und die man von einem Volk von Jägern und Sammlern natürlich nicht erwarten kann. Wenn Yanomami, San oder Innuit einen IQ- Test entwickeln würden, würden Europäer auch eher blöd dastehen. Das ist aber keine individuelle, sondern eine kulturell erworbene Fähigkeit, deswegen auch die ständige Anpassung des IQs selbst. Wenn man das statistisch zurückrechnet, hatten die Erbauer der Kölner Doms einen IQ von ca. 40, was natürlich Schwachsinn ist. (Wieder ein Bookmark, dass ich vermisse, aber wenn ich alles bookmarken würde, was ich so lese, hätte ich keine Platz mehr für anderes auf der Platte. Und mein Browser wäre schwer zu navigieren).
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  #10  
Alt 20.05.2017, 12:21
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 503
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Liebe Monja,
das war ja ein extrem spannender Artikel. Mir sind da vor allem folgende Dinge ins Auge gesprungen:
Zitat:
„Sie (Masten et al., 2006) gehen davon aus, dass bestimmte Ereignisse im Leben eines Individuums die erfolgreiche Bewältigung der, für das Alter oder den jeweiligen Lebensabschnitt spezifischen, Entwicklungsaufgaben beeinträchtigen können. Hierzu zählen 1) die Person direkt betreffende Einflüsse wie Dysfunktionen des Organismus, körperliche oder psychische Erkrankungen beziehungsweise deren Symptome, 2) kritische Lebensereignisse und 3) soziale Beeinträchtigungen durch andere Personen. Alle Einflussfaktoren, die die Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit den Entwicklungsaufgaben einschränken, können vor allem dann zu Schwierigkeiten führen, wenn die Aufgaben das Erlernen von für die Zukunft entscheidenden Fähigkeiten, Wissen und Ressourcen widerspiegeln. Das Scheitern bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben kann auf unterschiedliche Weise zu Psychopathologien beitragen. Es kann zunächst direkt zu Emotionen wie Trauer, Verzweiflung oder Wut führen. Darüber hinaus kann es das Risiko erhöhen, negative Erfahrungen mit Peers, Lehrern oder Eltern zu machen. Dies könnte negative Anpassungen verstärken oder zu einem Kontextwechsel beitragen, der beispielsweise Stigmatisierungen zur Folge hat .“
Da ist m.E. ein definitiver Zusammenhang zur Umschulung gegeben. Die gehört auf jeden Fall zu den "Dysfunktionen des Organismus" und die Psychopathologien sind uns ja auch nicht fremd (Sekundärfolgen nach Sattler). Mir fällt in diesem Zusammenhang auch noch der Kontextwechsel (könnte das jemand für die Realschülerin näher ausführen?), der Stigmatisierung zur Folgen haben könnte... Sind nicht sehr viele von uns Umschülern mehr oder weniger Außenseiter gewesen? Und haben unsere Eltern durch nicht ausgeschöpftes Potenzial enttäuscht?
Es wird ein Beispiel gebracht, die genauen Werte sind in diesem Zusammenhang wahrscheinlich nicht beachtenswert, wohl aber dieser Satz:
Zitat:
Dieses Kind zeigt eine physiologische Einschränkung bei der visuellen Wahrnehmung. Es hat die langfristige und nicht überwindbare Diskrepanz zwischen Potential und Erbringung als frustrierend erlebt und resigniert. Unter diesen Bedingungen ist die Frage nach der Stabilität des IQ sinnlos,
Auch das kommt mir sehr bekannt vor. Das beschreibt meine Kindheit (und Jugend) sehr gut, wenn auch meine visuelle Wahrnehmung durch eine Brille auf das allgemeine Niveau angehoben werden konnte. Das hat mir aber das Ausschöpfen meines Potenzials nicht ermöglicht.
Zitat:
– Die Autoren des HAWIK IV weisen darauf hin, dass bei ADHS, aber auch bei Depression die Arbeitsgeschwindigkeit und das Arbeitsgedächtnis schwächer seien (R.G. Schmid u.a., 2008). Zu gleichen Ergebnissen kommen Rost und Schermer: Wenn es nicht gelinge, Potential in Performanz umzusetzen, könne Leistungsängstlichkeit entstehen (2001, S. 411). Misserfolge werden auf persönliches Unvermögen zurückgeführt, wohingegen Erfolg dem Zufall zugeschrieben wird. Mit sinkendem Selbstwertgefühl sinkt auch die Erfolgswahrscheinlichkeit, was wiederum zu nicht adäquater Leistung führt. Diese Ausführung spitzt sich zu in der Feststellung, dass „Hochängstliche in fast allen Schulfächern weniger leisten als emotional stabile Schüler“ (ebda, S. 410).
Auch dies kommt mir im Zusammenhang mit der Umschulung sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus dem, was ich mir angelesen habe, bekannt vor.
Zitat:
Terman & Oden fassen in einer Langzeitstudie zur Hochbegabung, bei der es u.a. auch um Versagen bei der Identifikation von Höchstbegabten ging, vier Merkmale für (von ihm so genannte) Underachiever zusammen:
Fehlende Ausdauer
Mangelnde Zielorientierung
Unterlegenheitsempfinden
Fehlendes Selbstvertrauen
Mandel & Marcus finden in einer Reihe von Untersuchungen ebenfalls ein negatives Selbstkonzept (1988, S. 16-18). Darüber hinaus hätten die Kinder eine negative Einstellung zu Lehrern und seien innerhalb der Familie häufiger mit Konflikten belastet. IQ Testwerte für Kinder in dieser Situation sind daher nicht valide.
Das wiederum spricht wieder für die oben geäußerte Meinung, IQ- Test seien nicht valide. All diese Merkmale von Underachievern treffen ja auch auf Umschüler zu. Das bedeutet also, dass IQ- Tests auch bei Umschülern nicht valide sind.
Alles zusammen: sehr interessant...
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