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Forum für Linkshänder  - Das  Linkshänderforum  
  #1  
Alt 24.09.2005, 11:37
Gaia
 
Beiträge: n/a
Standard Frage bezüglich Autofahren

Hallo zusammen,


bin gerade von einer meiner seehr vielen Fahrstunden zurückgekommen und wollte einmal fragen ob es normal ist dass ULH gewöhnlich viel länger brauchen bis sie endlich zur Prüfung zugelassen werden oder ob ich da ein Einzelfall bin?

Mein Fahrlehrer bemängelt bei mir folgendes:


1. Zu wenig Gefühl im rechten Fuß (komisch (; )

2. Beim Rückwärtsfahren schaue ich immer zuerst über die linke Schulter, Fazit: Ich sehe nix ausser meinem Anschnallgurt. Bis ich dann mit dem Kopf soweit klar bin dass ich etwas sehen kann bin ich schon zwei Meter zurückgerollt.

3. Zwischen dem denken "das und das muss ich als nächstes machen" und dem umsetzen liegen bei mir Jahre, dass sei alles so langsam, träge/verträumt, er wisse es nicht recht.

4. Ich neige dazu in Notsituationen mit dem linken Fuß auf die Bremse zu latschen aber rechts den Fuß auf dem Gas zu lassen.

5. Das Dilemma mit dem Schaltknüppel hab ich so gaanz langsam in den Griff bekommen, gucke zwar noch zu oft hin, aber hab schon soweit Gefühl in der rechten Hand entwickelt dass er nicht direkt befürchten muss ich reiss das Dingen gleich raus (so wars am Anfang *grins*)


Z. Bsp. meine erste Fahrstunde: Das war so ein Theater, da hab ich alles was ich grad aufgezählt habe vermasselt und den Schaltknüppel sowas von misshandelt, mein Fahrlehrer so, ganz entsetzt: "Meine Güte nochmal, bist du Linkshänderin???" Ich so "Na vielen Dank..." *lol*


Was meint ihr? Gibts noch Hoffnung dass jemals auf die Reihe zu bekommen? (;




Liebe Grüße

von einer verzweifelten Fahrschülerin und ihrem noch verzweifelteren Fahrlehrer *grins*
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  #2  
Alt 24.09.2005, 21:34
Bäffel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Zitat:
>und den Schaltknüppel sowas von misshandelt
........mh, darauf fällt mir NICHTS SINNVOLLES ein, ohne den Zorn aller Forumsteilnehmer auf mich zu ziehen..............:-)

Obwohl.......Du benötigst einen RECHTSLENKER (Daihatsu Copen z.B.)

Zitat:
>, mein Fahrlehrer so, ganz entsetzt: "Meine Güte nochmal, bist du >Linkshänderin???" Ich so "Na vielen Dank..." *lol*

>Was meint ihr? Gibts noch Hoffnung dass jemals auf die Reihe zu bekommen? (;

Ich denke, daß Dein Fahrlehrer für seinen Spruch einen gehörigen Satz Ohrlaschen benötigt!!! Ich als Linkshänder hatte WEDER Probleme bei den Übungsstunden, NOCH bei der Fahrprüfung!!! Desweiteren gehört für mich als Kfz.-Meister das tägliche Fahren mit Personenkraftwagen zu meinem Job - OHNE Komplikationen!!!

Du hast schlicht und einfach noch KEIN Gefühl für das Auto entwickelt!!! Du mußt EINS werden mit dem Stück Blech, sozusagen eine SYMBIOSE mit der Maschine eingehen!!! Wenn Dir Dein FahrLEHRER das FAHREN nicht beibringen kann, dann wird das venünftigste sein, Du wechselst die Fahrschule!!!


Bäffel
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  #3  
Alt 24.09.2005, 23:03
Chrissi Chrissi ist offline
 
Beiträge: 298
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Ich habe auch länger gebraucht und habe die erste praktische Prüfung nicht gleich bestanden.Habe mit Ende 20 den Führerschein gemacht, da wußte ich noch gar nicht ,daß ich umgeschult war. Das kam danach.Ich war immer sehr angespannt.Wußte wie es richtig geht konnte es aber nicht zügig umsetzen und ging immer in die Defensive.Meine Mutter machte mit 60 Jahren den Führerschein mit 100 Fahrstunden. Sie ist meines Erachtens nach auch eine Pseudorechtshänderin.Viel Probleme hatte ich durch meine Erziehung weil ich mir selbst nicht vertraute,wie sollte ich auch.Mein Selbstbewußtsein war sehr angeknackst.Ich wußte damals nichts von meiner Umschulung.Nach der bestandenen Prüfung ohne Ermahnungen zu fahren ging wunderbar.

Chrissi
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  #4  
Alt 25.09.2005, 02:56
Tilman Tilman ist offline
 
Beiträge: 143
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Nur für die Statistik: ich bin naturbelassener Linkshänder

(für die Abkürzungsblödelfreaks: NBL oder NABEL-LINK oder Natur Blass Lksder, aber das nur nebenbei),

habe zwar aus diversen Gründen die Endfahrprüfung zweimal machen müssen (das ist in Schweden nicht soo außergewöhnlich), habe aber mit der technischen Beherrschung meines Autos keinerlei Probleme. Suuper Kupplungsfuß...ich kriege einen Volvo 945 im zweiten Gang mit Anhänger (und eingeladenem Hammerklavier von 1805) ans Laufen, ohne Stopp, also...

Beim schnellen Bremsen ist es sowieso wichtig, daß man schnell auskuppelt, und das geht mit links. Hat mir schon ein paarmal kitzliche Situationen gelöst, weil ich dann sogar in einer Stressssituation(scheissßss neue Rechtssschreibung) runterschalten und weiterfahren konnte.

Also ich glaube auch daran, daß in diesem Fall einfach schlecht unterrichtet wurde, und daß ein Fahrlehrerwechsel hier wohl das einzig senkrechte ist.

Tilman
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  #5  
Alt 25.09.2005, 11:52
Gaia
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Naja, entweder schlechter Fahrlehrer oder ich bin zu blöd... Gehören ja wahrscheinlich immer zwei dazu, bin eigentlich ganz zufrieden mit ihm.

Aber vielleicht wirds ja irgendwann nochmal was mit dem "Gefühl fürs Auto", werde nachher nochmal eine Runde fahren (hier in der Schweiz dürfen wir ja auch mit den Eltern üben) und mein Papa wird wieder Blut und Wasser neben mir schwitzen. *grins*


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  #6  
Alt 25.09.2005, 17:29
Andrea
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Liebe Gaia,


ich bin UHL, jetzt schon 2 Jahre beim Rückschulen. Bei mir war es so, dass ich mit diesen technischen Dingen, die Du beschreibst, eigentlich gut klargekommen bin und auch die Fahrschule sehr schnell absolviert habe, aber dann in der REalität sozusagen, fing der Stress so richtig an. Ich bin nie richtig gern und/oder gut gefahren, habe aber erst im Laufe der Rückschulung begriffen, woran es lag: da ich eine Raum-Lage-Labilität habe, weiss ich meistens gar nicht, von welcher Seite ich andere Verkehrsteilnehmer zu erwarten habe, mal von Vorfahrtssituationen ganz zu schweigen. Sogar wenn ich zu Fuss eine Strasse überqueren will, bin ich unsicher und muss mich jedes Mal ganz bewusst orientieren. Bei bekannten Strecken war es mit dem Autofahren natürlich einfacher, da konnte ich mir merken, von wo etwas zu erwarten ist, aber unbekannte Strassen waren einfach furchtbar. Ich hatte immer total verkrampfte Nackenmuskeln und eigentlich immer Angst. Jetzt habe ich es erstmal ganz aufgegeben. Leider hat sich die Rechts-Links-Unsicherheit bisher trotz Rückschulung nicht gelegt, aber ein bisschen hoffe ich doch immer, eines Tages auch mal so ganz entspannt spazierenfahren zu können! Solange gehe ich eben zu Fuss!


Ich wünsche Dir natürlich, dass Du alles wenn vielleicht auch langsam, aber doch allmählich lernst und Dein Fahrlehrer vielleicht doch ein bisschen Verständnis für Deine Besonderheiten entwickelt. Es ist natürlich blöd, wenn man für Fahrstunden viel Geld ausgeben muss, aber es hat bestimmt wenig Zweck, wenn Du Dich unter Zeitdruck setzt.


Viel Glück und Erfolg und gute Nerven!

Andrea
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  #7  
Alt 25.09.2005, 21:25
Winija, IRS
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Zitat:
> ... Ich denke, daß Dein Fahrlehrer für seinen Spruch einen gehörigen Satz Ohrlaschen benötigt!!! Ich als Linkshänder hatte WEDER Probleme bei den Übungsstunden, NOCH bei der Fahrprüfung!!! Desweiteren gehört für mich als Kfz.-Meister das tägliche Fahren mit Personenkraftwagen zu meinem Job - OHNE Komplikationen!!!

>Du hast schlicht und einfach noch KEIN Gefühl für das Auto entwickelt!!! Du mußt EINS werden mit dem Stück Blech, sozusagen eine SYMBIOSE mit der Maschine eingehen!!! Wenn Dir Dein FahrLEHRER das FAHREN nicht beibringen kann, dann wird das venünftigste sein, Du wechselst die Fahrschule!!!

>Bäffel
Hallö'chen miteinander !


Also dem Statement kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Habe beim Absolvieren der "Rumrollerlaubnis" vor vielen, vielen Jahren den Fahrlehrer irgendwann gewechselt, weil ich mit seinen "Beibringmethoden" und seinem Stil nicht sehr viel anfangen konnte. Mit dem neuen Fahrtrainer hatte ich dann bei den Übungsstunden weder Stress, sondern richtig Spass und habe sehr viel Nützliches für die spätere Fahrpraxis mitgenommen. Davon abgesehen ... Übung macht den Meister !!!


Und die Automatismen setzen dann nach einer gewissen Zeit von alleine ein. Versprochen !


Schöne Grüße von Winija.
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  #8  
Alt 25.09.2005, 23:23
Xeni
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage bezüglich Autofahren

Zitat:
>Hallo zusammen,

>bin gerade von einer meiner seehr vielen Fahrstunden zurückgekommen und wollte einmal fragen ob es normal ist dass ULH gewöhnlich viel länger brauchen bis sie endlich zur Prüfung zugelassen werden oder ob ich da ein Einzelfall bin?
Hallo Gaia


Also ich, damals PseudoRH habe sogar nur die Pflichtstunden absolvieren müssen und mein Fahrlehrer war sich meiner derart sicher, daß er mich bei der Fahrprüfung als allerersten Prüfling prüfen ließ. Doch da sollte er mich erst richtig kennen lernen! Sobald etwas nur Prüfung hieß, war immer absolute Mattscheibe und Brett vor dem Kopf angesagt. Unglaublich, daß ich die Prüfung trotzdem gerade mal so bestanden habe, mein Fahrlehrer war danach allerdings derart schweißgebadet und nervlich absolut am Ende, stammelte immer nur noch:" Das hätte ich nie von Dir gedacht! Das hätte ich nie von Dir gedacht!..." Der arme war echt am Ende! So hatte ich ihn auch noch nie gesehen. Wie gesagt, die Übungsstunden liefen immer hervorragend, trotzdem fühle ich mich mit Deiner folgenden Auflistung voll getroffen.

Zitat:
>1. Zu wenig Gefühl im rechten Fuß (komisch (; )
Grins, ja, beim Anfahren oder in den nächst höherem Gang anfahren hört sich auch bei mir allzu oft "sehr sportlich" (sprich ich gebe gerne viel zu viel Gas, was ich dann über die Kupplung, sprich dem Einkuppeln regele.

Zitat:
>2. Beim Rückwärtsfahren schaue ich immer zuerst über die linke Schulter...
Tja, links ist eben genau unsere Seite. Ich schlafe auch immer nach links gerollt, stehe auch über meine linke Seite auf (Beim Joga und in der Krankengymnastik heisst es immer: "und nun stehen wir über unsere rechte Körperseite auf" - da bin ich aber auch derart ungelenk, und ich sehe es nun auch überhaupt nicht mehr ein!)

Zitat:
>3. Zwischen dem denken "das und das muss ich als nächstes machen" und dem umsetzen liegen bei mir Jahre, dass sei alles so langsam, träge/verträumt, er wisse es nicht recht.
Klarer Fall von langer Leitung, sprich ULH-Problem.

Zitat:
>4. Ich neige dazu in Notsituationen mit dem linken Fuß auf die Bremse zu latschen aber rechts den Fuß auf dem Gas zu lassen.
Uh!, den Impuls hatte ich immer, auch heute noch, hatte ich aber bisher und hoffentlich auch in Zukunft im Griff. Fest steht allerdings, daß ich seit meiner Rückschulung gerade deßhalb, weil ich nicht mehr weiterhin gegen meine Impulse ankämpfen möchte, nur noch sehr ungern Auto fahre. Mit meinem Roller ist es übrigens noch schlimmer.

Zitat:
>5. Das Dilemma mit dem Schaltknüppel hab ich so gaanz langsam in den Griff bekommen, gucke zwar noch zu oft hin, aber hab schon soweit Gefühl in der rechten Hand entwickelt dass er nicht direkt befürchten muss ich reiss das Dingen gleich raus (so wars am Anfang *grins*)
Nee, also Gefühl beim rechtshändigem Schalten habe ich noch immer nicht! Das wurde sogar schon mitunter sehr brenzlich, weil ich des öffteren damit zu kämpfen habe, einen anderen Gang einzulegen. Meist kann ich die Führung nicht richtig erspühren, oder aber, ich suche in der falschen Richtung. Es kommt sogar auch hin und wieder vor, daß mir mein Beifahrer während der Fahrt helfen muss. Schon Meinem Mann ist meine ruppige Art mit der Gangschaltung vor Bekanntwerden meiner LH aufgefallen und er sagt(e) zwar immer, ich sei eine gute Autofahrerin, würde aber nicht gerne schalten. Und es stimmt!

Zitat:
>Z. Bsp. meine erste Fahrstunde: Das war so ein Theater, da hab ich alles was ich grad aufgezählt habe vermasselt und den Schaltknüppel sowas von misshandelt, mein Fahrlehrer so, ganz entsetzt: "Meine Güte nochmal, bist du Linkshänderin???" Ich so "Na vielen Dank..." *lol*
Weiß nicht, warum in einigen Beiträgen Dein Fahrlehrer als nicht gut bezeichnet wird. An dieser Stelle hat er doch den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich sehe darin zu erst einmal keine Diskriminierung oder Beleidigung!

Zitat:
>Was meint ihr? Gibts noch Hoffnung dass jemals auf die Reihe zu bekommen? (;
Sicher, nur ob Dir das Autofahren mit einem RH-Auto jemals richtigen Spass machen wird? Wie wäre es daher mit einer Automatikschaltung? Vielleicht sogar schon vor der Fahrprüfung? Möglich, daß die sogar für ULH und LH erfunden wurde, oder warum sonnst sollte man Schwierigkeiten mit der Kupplung und der Gangschaltung haben? - Gibt es da Untersuchungs- und Forschungsergebnisse?

Zitat:
>Liebe Grüße
>von einer verzweifelten Fahrschülerin und ihrem noch verzweifelteren Fahrlehrer *grins*
Ja, das glaube ich. Das ist für beide Seiten gar nicht schön! Wünsche Dir viel Glück!


Xeni
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  #9  
Alt 26.09.2005, 00:42
Winija, IRS
 
Beiträge: n/a
Standard Re: nochmal Thema "Autofahren lernen"

Hallo Gaia, hallo Xenia !


Ihr zwei habt ja nun recht ausführlich über Fahrstunden´-Erlebnísse geschrieben. Ich möchte an dieser Stelle einfach nochmal einwerfen, das rechtshändige Fahrschüler wohl ebenso von derartigen Erfahrungen berichten können. Der eine braucht zum Erwerb der Fahrerlaubnis eben länger als manch anderer. Erfahrungsgemäß benötigen ältere Fahrschüler längere Übungsphasen als jüngere Teilnehmer, was wiederum NICHT heißen soll, dass manch jüngerer Fahrschüler nicht auch mehr Zeit benötigt. Auch Prüfungssituationen liegen nicht jedem, ob LH oder RH. Sicherlich hat es mit der Raum-Lage-Labilität eine spezielle Bewandnis. Dennoch sei euch versichert, dass Fahrlehrer ganz sicher auch bei rechtshändigen Kandidaten "schweißgebadet" nach einer Übungsstunde aus dem Auto steigen. Und die Rührerei an der Kuppelung ist ein weitverbreitetes Phänomen am Anfang.


Es sind beim Autofahren eine ganze Reihe Dinge gleichzeitig zu koordinieren. Dort eine vernünftige Feinabstimmung zu erlangen, erfordert halt Übung. Erst wenn das einigermaßen klappt, werde ich das Ganze nicht mehr bewusst, sondern unbewusst tun und damit eben automatisiert. Also, nur keine Panik, das viele Denken beim Autofahren entfällt nach einer gewissen Fahrpraxis.


Da ich mich zu den Vielfahrern zähle, finde ich es als LH übrigens sehr angenehm, die linke Hand vorrangig zum Lenken benutzen zu können und die rechte Hand hingegen nur ab und an mal zum Schalten. Hatte übrigens mal eine zeitlang nach längerem Autofahren Kopfschmerzen. Letztendlich lag es an den unbequemen Sitzen. Seitdem ich mit einem anderen Auto mit ergonomisch angepasstem Sitz fahre, ist davon auch keine Rede mehr.


Und solange mir kein Beifahrer sagt: "Fahr nun rechts oder links ...", sondern mir die Richtung per Hand anzeigt, geht überhaupt nichts schief.


Schöne Grüße euch beiden. Eure Winija.
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  #10  
Alt 26.09.2005, 11:06
Xeni
 
Beiträge: n/a
Standard Re: nochmal Thema "Autofahren lernen"

Hallo Winija

Warum kannst Du unsere Erfahrungswerte nicht einfach so stehen lassen und akzeptieren, wie wir sie für uns persönlich wahrnehmen? Finde ich hier unangebracht und erinnert mich an allzuübliche „Umschulung-hat-mir-nicht-geschadet-Beharrung“. Schon zum zweiten Mal! Damit kannst Du ganz empfindlich an alten Wunden kratzen, nämlich denen „Dein Gefühlt trügt, Dein Problem ist doch ganz normal, Du musst wie manch andere auch, eben nur einfach mehr üben...!“ Geht man von 40% ULH und PseudoRH aus, gelten deren Probleme freilich als völlig normal! Deine Argumente lassen mich also nur schmunzeln.

Sei mir nicht böse, Deine positive Sichtweise die Du hier immer gerne propagierst in allen Ehren (und ich weiß ja nicht, inwieweit Du ihn für Dein eigenes Durchhaltevermögen aufgesetzt hast), es gibt ganz erhebliche Unterschiede im Umschulungsgrad und ebenso was die Folgen der Umschulung angeht. Ganz sicher gibt es auch erhebliche Unterschiede im Grad der Händigkeitsdominanz, auch wenn ich an Beidhändigkeit persönlich nicht glaube. Alles in allem ergibt seine ganz individuelle Mischung. Und, ich habe den Eindruck, dass Du vergleichsweise mit anderen hier im Forum, zumindest aber, was mich als ehemalige Pseudorechtshänderin, deren LH (und man hat bei mir sogar extreme LH diagnostiziert) allein bei genauerer Betrachtung meiner linksdominanten Art des Händeklatschens, Klavierspielens, meinem völligem Unvermögen auf einer elektrischen RH-Töpferscheibe was Zustandenbringen zu können (ja, meine Klavierlehrerin und mein Töpfermeister haben meine LH als erste erkannt, indem sie mir genau auf die Hände sahen. Ich habe ihnen damals nicht geglaubt, jedoch hatten sie beide recht, als sie sagten, für mich müsse die Töpferscheibe anders herum laufen und auch das Klavier die Tastatur gespiegelt haben, sonnst sollte ich besser gleich aufgeben, meine Bemühungen hätten gar keinen Zweck) und das Schleifebinden zu sehen war, was Umschulungsfolgen angeht, Du also verhältnismäßig gut weg gekommen bist. Zumindest halte ich das für möglich, ohne Deine Probleme herunter spielen zu wollen.

Ich möchte Dich also um ein wenig mehr differenziertes Sehen, mehr Toleranz und weniger propagierten Dogmatismus bitten!

Hast meine Post übrigens nicht einmal genau gelesen. Ich habe nicht allein von meinen Fahrstundenerlebnissen und meiner Prüfung berichtet, sondern vielmehr von meiner 16jährigen Fahrpraxis. Ich war/bin seither immer eine ausgesprochene Vielautofahrerin und was anfänglich nicht gut klappte, hat sich seither nicht „eingeschliffen“ oder verbessert. Wie gesagt mein Fahrlehrer war trotzdem mit mir so weit zufrieden, dass ich nur Pflichtstunden absolvierte. Was meine erheblichen, ständigen Konzentrationsanstrengungen angeht, davon hat bei mir sowieso nie jemand was bemerkt. Die konnte ich immer supergut kaschieren, das war schließlich auch mein Dauerzustand und vollautomatisiert. Und ich merke den gravierenden Unterschied zu früher erst jetzt, seitdem ich zurück schule (hierbei müsste bei PseudoRH wirklich ein anderer Begriff eingeführt werden!!! – vielleicht neuschule?). Es ist einfach unglaublich, wie viel mehr an Energie und Leistungsfähigkeit ohne besonderer Anstrengung mir nun zur Verfügung steht!!! Das musste ich aber auch erst lernen, etwas ohne vereinten Kräfte angehen zu können, also diesen Automatismus zu durchbrechen. Und nun merke ich eben, wie sehr mich das Autofahren, insbesondere das Schalten und Kuppeln, und das Rollerfahren, bei dem ich mich auch andauernd auf meine rechte Hand konzentrieren muss, weil man leider mit der rechten Hand Gans geben und drosseln (also quasi mit rechts fahren muss), wie sehr mich das im Vergleich zu allen anderen, bereits auf links umgestellten Tätigkeiten anstrengt. Du kannst das ja durchaus bei Dir persönlich anders empfinden und erleben, das respektiere ich auch.


Lieben Gruß

Xeni
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