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Forum für Linkshänder  - Das  Linkshänderforum  
  #11  
Alt 04.03.2017, 12:09
Christoph Christoph ist offline
 
Beiträge: 6
Standard AW: Beidhändigkeit

Vielen Dank für die Antworten,
ich muss sagen, Alltagsprobleme habe ich keine, weder bei filigranen Arbeiten, wie löten oder bei eher gröberen Arbeiten, wie hämmern. Bloß, dass man manchmal 4 statt 2 Hände gebrauchen könnte, dann fange ich an hin und her zu wechseln und bekomme ne Kriese.
Der Ansatz mit der Gehirndominanz ist sehr interessant und würde auch erklären, warum ich manchmal völlig verschobene Denkweisen (meist sehr kompliziert und kaum nachvollziehbar) habe.
Dazu ist zu sagen, dass mein Gehirn wohl sehr auf Logik aus ist. Dinge, die nicht logisch sind, verstehe ich meist nicht. Da bleibt immer die Frage nach dem Warum offen.
Eventuell liegt es wirklich daran, dass sich keine oder nur sehr schwache dominante Hirnhälfte besitze.
Der Ansatz ist auf jeden Fall interessant
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  #12  
Alt 05.03.2017, 18:44
Leslie Leslie ist offline
 
Beiträge: 246
Standard AW: Beidhändigkeit

@Phineas, danke, Du bringst es ebenfalls auf den Punkt ! Denn bei mir ist es eben nicht so, dass ich mit beiden Händen gleichwertig agieren KANN, sondern dass es sich mit beiden Händen auch stimmig ANFÜHLT. Und darum sehe ich da keine Veranlassung, irgendwas dran zu ändern...
Aber zurück zu Christoph:
Ich werfe jetzt mal ganz gewagt und völlig unbewiesen den Begriff "Asperger-Autismus" in den Raum. Dazu bringt mich Dein Satz "Dinge, die nicht logisch sind, verstehe ich meist nicht."

Das will noch gar nichts heißen, bei mir läuteten da nur ein paar Glocken, da ich mit der Frau / Mutter eines Asperger-Autisten / Sohn befreundet bin, und die schildert Ähnliches Ich hab´ mich auch mit dem Phänomen vertraut gemacht - will mich aber natürlich nicht aus dem Fenster lehnen, das ist halt jetzt einfach eine Idee von mir, die evtl. überdenkenswert wäre.

LG Leslie
__________________
Nobody´s perfect. But being a both-handed lesbian is as close as you can get! Be what you are!
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  #13  
Alt 06.03.2017, 15:13
Christoph Christoph ist offline
 
Beiträge: 6
Reden AW: Beidhändigkeit

Hallo Leslie,
Ich denke nicht, dass ich ein aspergener Autist bin. Von der Beschreibung her passen ca. 50%... Meines Erachtens sind das zu wenig, vor allem der Umgang oder Kontakt mit anderen Menschen ist bei mir sehr ausgeprägt. Wenn ich auch gerne mal für mich allein bin. Reine Spezialisierungen habe ich auch nicht.
Ich danke dir trotzdem für die Anregungen, man kann ja allem mal nachgehen^^ im Punkt Eigenverständnis bin ich hier deutlich vorran gekommen. Ich bin trotzdem am Überlegen, einen Psychologen aufzusuchen, der sich (inbesonders auf Hinsicht der Gehirnaktivitäten) mit Beidhändigkeit befasst. Es haben ja auch fast alle "normale" Menschen nen Sprung in der Schüssel
Ps: Ich hab mir auch grad schon selbst auf die Finger gehauen
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  #14  
Alt 23.05.2017, 11:42
Klaus Klaus ist offline
 
Beiträge: 4
Standard AW: Beidhändigkeit

Ich hätte auch nicht gedacht, dass es so etwas gibt, aber meine Mutter ist Beidhändig. Und ich finde es immer beachtlich. Gemerkt hat sich es nur, als sie sich ihren rechten Arm gebrochen hatte und überhaupt nicht eingeschränkt war, denn sie hat einfach ihren linken Arm benutzt und es klappte genauso gut. Also kein Unterschied zu erkennen.
Ich bin immer noch fasziniert von der Tatsache.
__________________
"Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen."(Oscar Wilde)
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  #15  
Alt 24.05.2017, 14:54
Leslie Leslie ist offline
 
Beiträge: 246
Standard AW: Beidhändigkeit

Hallo Klaus,

dann wird man Dir hier in Kürze wahrscheinlich sagen, dass Deine Mutter eigentlich umgeschulte Linkshänderin ist und durch den Armbruch ihre ursprüngliche Linkshändigkeit wiederentdeckt hat (Was durchaus ein plausibler Gedankengang und so abwegig gewiss nicht ist!)
Wie macht es Deine Mutter denn jetzt (falls der Armbruch schon ausgeheilt ist)? Agiert sie weiterhin auch mit links bzw. mit links und rechts gleichermaßen, oder ist sie wieder zur rechten Hand zurückgekehrt?

LG Leslie
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  #16  
Alt 09.06.2017, 22:21
Monja Monja ist offline
 
Beiträge: 374
Standard AW: Beidhändigkeit

Ich glaube, es gibt schon Menschen, die intuitiv gleichermaßen gern beide Hände nutzen.

Bei mir ist es so, dass ich links die Dinge mit weniger Konzentration schaffe, mit rechts muss ich mich bewusster Konzentrieren.

Allerdings merke ich seit der Entlastung durch das Schreiben mit links, dass ich inzwischen lockerer mal was mit rechts machen kann. Weil ich eben freie Kapazitäten habe, die vorher für "alles mit rechts machen" draufgegangen sind.

Vielleicht hätte ich mich auch in Richtung Beidhändigkeit entwickelt, wenn ich nicht so starken sozialen Anpassungsdruck Richtung rechtshändig agieren abbekommen hätte. Ich glaub, wenn man sich mit beiden Händen gleichermaßen frei ausprobieren kann, dann hat man auch eher Freude, mit beiden Händen geschickter zu werden. Da man ja nur gewinnt dabei.

Das Problem entsteht ja erst, wenn über die eine Hand ein absolutes Tabu verhängt wird und dadurch gewissermaßen jede alltägliche Handlung "zwanghaft" statt "spielerisch" wird. Glaub ich inzwischen.
__________________
Lechts oder Rings
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  #17  
Alt 10.06.2017, 10:15
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 323
Blinzeln AW: Beidhändigkeit

Liebe Monja,
auf jeden Fall! Mittlerweile neige ich auch dazu, dass es eher eine "Skala" von starker Rechtshändigkeit bis starker Linkshändigkeit gibt, mit Verschiebung zur rechten Seite hin. Das würde vieles erklären: Linkshänder, die umgeschult sind, aber keinerlei Probleme haben (sie sind dann vielleicht keine so stark ausgeprägten Linkshänder) oder Rechtshänder, die nie lernen, auch nur einen Knopf mit links zu schließen (die sind eben so stark Rechtshänder, dass das Rechte Hirn nicht einmal eine relativ einfache Handlung planen kann).
Was daran eher problematisch ist, ist die Tatsache, dass die Gesellschaft eher dazu neigen wird, nicht auf die Bedürfnisse von Linkshändern einzugehen. Es ist zwar kompletter Blödsinn, aber nur dann wenn man von einer digitalen "0 oder 1" "Lösung": "Links oder Rechts und wenn Links, dann leidet man schrecklich, wenn man doch die Sachen mit der rechten Seite machen muss" in den Kampf zieht (vor allem, wenn ein LH Anteil der Bevölkerung von 50% angenommen wird, dazu darf es ja gar keine Beidhänder (ich war versucht, es mit BH abzukürzen, aber das lasse ich lieber, es könnte zu Verwirrungen führen) geben), kann man etwas erreichen. Mit: "da sind vielleicht 10% der Bevölkerung, die dringend eine Umschulung benötigen, der Rest kommt so klar und bei den 10% sind wir auch nicht ganz sicher und es gibt auch Leute, die beides können" füttert man eher die statische Seite der Gesellschaft, bei der nur ankommt: "Ah, links muss nicht. Gut. Also weiter wie bisher, ist einfacher."
Trotzdem, und selbst wenn die Verteilung der Händigkeit eher eine umgekehrte Gauß- Verteilung ist, es blieben Leute auf der Strecke, bei denen die Händigkeit nicht ganz eindeutig ist oder die 3% der Bevölkerung, die tatsächlich Beidhänder sind, die werden dann noch mal diskriminiert, einmal von der Rechtslastigkeit der Gesellschaft, dann noch mal von den Linkshändern, die sich von dieser befreien wollen. Das ist immer das Dilemma: Komplexe Umstände bringt man in der Gesellschaft schlicht nicht unter. Alles, was nicht komplett auf einen Bierdeckel passt, wird man nicht verbreiten können. Andererseits handelt es sich um eine komplexes Problem und die Wissenschaft weiß das auch, weswegen sie wenig geneigt ist, Kampfparolen zu unterschreiben. Aber so ist es wohl immer. Inwiefern dies nun wieder ein Problem der linkshirnigen Gesellschaft ist, die sequenziell statt komplex denkt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt...
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  #18  
Alt 17.06.2017, 14:10
Laury Laury ist offline
 
Beiträge: 22
Standard AW: Beidhändigkeit

Ich als selbsternannte Mischhänderin gebe jetzt auch noch mal meinen Senf hinzu.

@Christoph. Falls es Dich beruhigt, ich bin auch eine sehr logisch denkende Frau und rege mich gerne über das unlogische Verhalten meiner Mitmenschen auf. Du bist also nicht alleine.

Eine weitere Theorie für Beid/Mischhändigkeit ist eine Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt, die sich eben aufs Hirn auswirkt. War bei mir auch der Fall. Einiges weitere von mir kannst Du im Thread Mischhändig nachlesen, will hier jetzt nicht noch mal alles wiederholen.

@Rikka. In Deiner Beschreibung bzgl. Skala mußte ich wieder automatisch an den Vergelich zu Homo-, Bi- und Heterosexualität denken, da gibt es ja auch kein S/W und unterendlich viele Zwischenstufen. Der Meschhehit fällt es einfach schwer, nicht Schubladen zu benutzen und Menschen als Individuen in ihren Unterschieden zu betrachten. Daher ist vermutlich jeder Mensch in irgendeinem Aspekt seines Seins in einer Minderheitenposition. Ich habe z.B. zwei verschiedene Schuhgrößen rechts und links, ist nicht oft, aber öfter als vermutet. Habe mich daher auch schon mal gefragt, warum kann man nicht Schuhe einzeln und nur in Paaren kaufen? Jede*r so wie sie/er braucht. Und ich habe mir mittlerweile einen Satz zu eigen gemacht: Es gibt auf dieser Welt alles und auch alles, was wir uns nicht mal im geringsten Vorstellen können, auch wenn es manchmal nur einen Menschen, ein Tier oder eine Pflanze betrifft - die Welt ist unendlich bunt. In dem Sinne gibt es natürlich auch beid- und mischhändige Menschen.
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  #19  
Alt 17.06.2017, 14:27
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 323
Standard AW: Beidhändigkeit

Liebe Laury,
na ja, früher war es sehr notwendig, schnell zu entscheiden: Essbar oder Giftig, Freund oder Feind, Beute oder Jäger, das hat wohl unser Hirn geprägt, wir sind ja ausgeprägte Musterfinder. Da gegen den Strom zu gehen, ist nicht so einfach.
Und heute... Tja, wenn man alles auch in der Linkshändervariante produzieren muss oder Schuhe einzeln verkauft (was dann vielleicht zu übrig gebliebenen Schuhen führt), ist das ja alles teuer und ineffizient. Das macht es noch schwieriger, aus den Schubladen auszubrechen.
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