Google



home

Forumregeln

Buchempfehlungen

bekannte und berühmte Linkshänder

Seite für LinkshänderInnenn

Die Rückschulungsseite Marina Neumann

Händigkeitsberatung Judith Bremer

häufig gestellte Fragen

Linkshänderberater

Termine, Veranstaltungen

Merkblätter, Flyer

Links für Linkshänder

Impressum
Datenschutz

Kontakt, Fragen



Forum für Linkshänder  - Das  Linkshänderforum  
  #21  
Alt 22.09.2017, 18:15
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 470
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Lieber Manfred,
bei mir hat sich das etwas dramatischer gestaltet: Ich bin plötzlich (aber ziemlich regelmäßig) morgens und halb drei wach gewesen, dafür war ich dann nachmittags um zwei zu müde, um die Augen noch offen zu halten (früher konnte ich NIE Mittagsschlaf halten, wenn ich keine Medikamente bekommen oder mindestens 39° Fieber hatte, seit der Rückschulung kann ich schlafen, wann immer ich müde bin). Das hat sich aber nach ein paar Wochen wieder gegeben. Danach war mein Schlaf das übliche Uhrwerk: 22:00 bis 6:00 (es haben sich manchmal schon Leute darüber lustig gemacht, wie genau meine innere Uhr ist), jetzt ist aus anderen Gründen wie Chaos. Aber das wird schon wieder. Mein Schlafrhythmus steht eigentlich, seitdem ich 14 bin. Eine typische Lerche, also...
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #22  
Alt 22.09.2017, 19:55
Manfred Manfred ist offline
 
Beiträge: 25
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Liebe Rikka,
danke für die Beschreibung. Was Du erlebt hast, hört sich so an, dass ich es nicht komplett nachmachen möchte.
Mal schauen, was noch so kommt. Vielleicht rutsche ich ja mit einer sanfteren Variante durch.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #23  
Alt 22.09.2017, 21:22
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 470
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Lieber Manfred,
bestimmt. Ich bin vor allem eins: total extrem, vor allem in meinen Reaktionen. Die meisten werden nicht solche Probleme haben. Ich bin eben ziemlich empfindlich.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #24  
Alt 23.09.2017, 10:03
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 764
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Ihr zwei Beiden (Rikka und Manfred),

das was Ihr hier beschreibt beschäftigt mich auch schon seit Jahren, nur habe ich, weil ich dachte, dass es wohl mehr persönliche Probleme von mir seien, davon noch nicht hier berichtet.

Die Schlafprobleme begleiten mich von Beginn der RS an bis heute, wobei ich in der glücklichen Lage bin im allgemeinen immer schlafen zu können, wenn mir danach ist. Ein Riesenvorteil, wenn man seinen Beruf an den Nagel gehängt hat!

Es kommt mir so vor, als ob die psychisch unverarbeiteten Komplexe die Ursache dafür sind, dass die, ich nenne es mal Aufwachzeiten, bei mir immer weiter zeitlich nach vorne verlagert wurden. Es sind zwar keine wirklichen Alpträume aus denen man schweißgebadet aufwacht, sondern eben die Probleme, die einen schon das ganze ULH-Leben hindurch begleitet haben. Hier besteht m.E. eine Verschiebung des Biorythmus. Es sind für mein Dafürhalten tatsächlich ganze Hirnareale, die während des Daseins als Pseudorechtshänders, in ihrem Schlafwachrythmus vom "Resthirn" regelrecht abgekoppelt wurden .

Die gravierenden Folgen dessen, möge sich ein jeder selber ausmalen, dies wage ich nicht hier zu schreiben.
Nur so viel: Theoretisch, ---hört sich vielleicht blöd an, --- sind Teile meines Hirns einen Tag älter als der Rest. Erkennbar ist dies für mich an der o.g. Verlagerung des Aufwachpunktes.
----Alles ein bisschen schwierig zu forumieren, ich hoffe man kann es verstehen.

Wichtig ist für mich auch die Feststellung eines bekannteren Neurologen, dass Depressionen i.R. nichts anderes sind, als eine Erschöpfung bzw. Ermüdung!! Ich, --ganz persönlich sehe hier auch eine deutliche Korrelation zur Demenz.

Mittlerweile ist mein "Aufwachpunkt" von früher mal 6 bis 7 auf ca. 1 AM nach vorne gewandert. Irgendwann mach ich dann halt mal eine Nacht durch und vielleicht bin ich dann mit der RS auch endlich "durch".

Schwindel: Hatte ich am Anfang der RS 2009 nicht. Bekommen habe ich ihn dafür vor ca. 1 Jahr. Sicher spielt hier die gestörte Raum-Lage-Koordination des ULH eine Rolle. Bei mir kommt allerdings eine hochgradige Kurzsichtigkeit, kombiniert, seit dem 50- igsten Lebensjahr, mit einer zunehmenden Altersichtigkeit, hinzu. Zusammen mit der Benutzung der verschiedensten Brillen und Kontaktlinsen, kann sich eventuell vielleicht irgendjemand vorstellen, was mein Hirn vor allem in Bezug auf Raum-Lagekoordination so zu verarbeiten hat.
So wundert es mich nicht, dass ich manchmal aus dem Bett aufstand, um gleich rückwärts wieder hinein zu fallen, während sich die Welt um mich anfing zu drehen.

Diese Probleme waren aber stets immer nur ein paar Tage präsent und sind jetzt, bis auf ein ganz leichtes eher seltenes Schwindelgefühl, wenn ich liegend den Kopf schnell nach links (!!!!) drehe, wieder völlig verschwunden.

Gerade eben wegen der Altersichtigkeit, vor allem aber in Verbindung mit hochgradiger Kurzsichtigkeit (Stichwort Gleitsichtbrillen !!!!!) ist eine RS eben m.E. durchaus bei älteren Menschen problematisch. --ein Sturz beim z.B. Treppensteigen kann fatale Folgen haben.

Ja, kurz und knapp ist dies das, was mir zum Thema Schwindel und Schlafprobleme einfällt.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #25  
Alt 23.09.2017, 14:12
Manfred Manfred ist offline
 
Beiträge: 25
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Micha.el,
ein wirkliches Wandern meines Aufwachpunktes habe ich noch nicht festgestellt. Aber vermutlich spielt dabei auch eine Rolle, wie stark man äußeren Druck auf den Schlafrhythmus ausübt. Da ich nicht beliebig früh schlafen gehen kann, findet der Schlaf dann doch in der Nacht statt.

Was Du vom Abkoppeln einzelner Hirnareale schreibst, muss ich mal beobachten, ob ich das so wahrnehmen kann. Voll zustimmen kann ich Dir, dass wir nicht von echten Alpträumen reden, sondern eher von einem Impuls: "So, jetzt reicht es; wach auf!", der zu interessanten Unzeiten auftritt.

Was ich in den letzten Tagen in jedem Fall festgestellt habe: Irgendwie muss ich an genug Schlaf kommen. Sonst zeigt mein Verhalten tatsächlich depressive Züge, auch wenn sich diese manchmal in Form von Aggression ausdrücken.
Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 23.09.2017, 18:08
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 764
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Manfred,

bei mir war es so, dass ich so ungefähr mit Vollendung des 50.-igsten Lebensjahrs zum ersten Mal eine täglich wechselnde Stimmung/leichte Depression festgestellt habe. Heute sehe ich hier eindeutig einen Zusammenhang mit ULH.

In der Lebenszeit davor war davon nichts zu spüren, außer dem, würde sagen besch..... Lebensgefühl eines ULH, ---aus der heutigen Sicht, ---damals konnte ich's ja nicht relativieren.

Bis 50 J. hast Du ja noch ein gutes Stück. Bin zwar auch kein Greis, aber Du dagegen eben noch jung und dynamisch.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #27  
Alt 23.09.2017, 18:46
Manfred Manfred ist offline
 
Beiträge: 25
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Micha.el,
ja, mit dem Alter ist das so eine Sache. Schon bei mehreren Entwicklungsschritten habe ich mir gedacht: "Hätte ich das mal früher gewusst."
Allerdings kann ich heute auch die guten Anteile meines Lebens besser wahrnehmen. Wer weiß, was passiert wäre, wenn ich verschiedene Dinge - wie die Folgen einer Umschulung - früher gewusst hätte. Vielleicht hätte ich dann an anderer Stelle viel verpasst.
Außerdem: Es wäre ja auch möglich, dass ich heute noch immer nichts davon wüsste, weil ich nicht / an der falschen Stelle / mit den falschen Begriffen / ... gesucht hätte. Im Vergleich dazu habe ich ein grandioses Leben vor mir.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #28  
Alt Heute, 13:14
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 764
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Manfred,


themenkonform möchte ich nur kurz schreiben, dass ich bei mir von einer richtigen Identitätskrise eigentlich nicht reden kann. Ich wusste immer, dass ich Linkshänder bin, was ich „NUR“ leider, leider nicht wusste war, welch ungeheure Wirkung das rechtshändige Schreiben auf meine Persönlichkeit hatte, ---wie auch!


Außenstehende, die hier eventuell mal in dieses Forum reinschauen, können dies i.R. nicht verstehen, das kann nur ein Rückschüler wissen.
Ich empfinde das genauso wie Du, auch ich kann nun die guten Anteile meines früheren ULH- Lebens besser und völlig anders wahrnehmen. Hier ist natürlich auch ein bitterer Beigeschmack, wenn ich auf den mühsam erreichten Studienabschluss und das wahrlich achterbahnartige Berufsleben zurückblicke.


Je nach Stimmungslage würde ich auch heute, ganz gemäß der M.N.-Philosophie, eher nicht sagen, dass sich z.B. über 60- oder 70-igJährige nicht zurückschulen sollten. Sie sollten nur noch vorsichtiger sein, --finde ich. Grundsätzlich ist es dafür m.E. nie zu spät.


Vielleicht wäre auch für mich, ---speziell, ein früherer Zeitpunkt für die RS gar nicht gut gewesen. So wie ich mein altes „Ich“ kenne, wäre ich wahrscheinlich im Berufsstress weit übers Ziel hinausgeschossen, hätte mich maßlos überfordert, oder was auch immer.


Mit dem Abkoppeln von Hirnarealen meine ich natürlich in erster Linie die rechte Hemisphäre. Ich fand diese Vorstellung, dass nur eine der beiden besonders aktiv sein soll, immer ein bisschen zu simpel, --jedoch was die Sprachzentren angeht, scheint es wirklich so zu sein. So habe ich jetzt anscheinend zwei etwas intensiver entwickelte davon. Das glaube ich zumindest zu spüren.


Was den Schlafrhythmus angeht kann ich Dir nur zustimmen. Den Druck eben schlafen zu müssen, kenne ich auch noch gut. Das „Herunterkommen“ und die Ruhe ist eine ganz wichtige Sache bei der RS.
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
  #29  
Alt Heute, 16:15
Manfred Manfred ist offline
 
Beiträge: 25
Standard AW: Identitätskrise in der Rückschulungsphase

Hallo Micha.el,

ja, RS und Beruf zu vereinbaren ist eine echte Herausforderung. Sachlich betrachtet, habe ich vielleicht auch nicht den besten Zeitpunkt für die Rückschulung gewählt.

Doch wer sagt mir, dass ein besserer Zeitpunkt überhaupt kommen würde? Außerdem war bei mir - wie ich es hier auch schon von anderen gehört habe - die Entscheidung zur Rückschulung eine Bauchentscheidung, und zu der stehe ich jetzt.

So bleibt mir aktuell also als beste Option, die Dosierung von Beruf und Rückschulung vorsichtig aneinander anzupassen. Ich will hoffen, dass ich auf diese Weise schaffe, stets einen ausreichenden Bezug zu meiner Identität zu behalten (um auch selbst wieder die Kurve zum Thread-Thema zu bekommen.)
Mit Zitat antworten
Werbung


Für angemeldete Mitglieder ist das Forum werbefrei
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Rückschulung: Identitätskrise des Unterbewusstseins Rikka Rückschulung / Umschulung 13 21.04.2017 10:56


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:50 Uhr.

Forenregeln       Impressum       Archiv     Nach oben

Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits