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Forum für Linkshänder  - Das  Linkshänderforum  
  #1  
Alt 28.04.2009, 19:24
Nina Nina ist offline
 
Beiträge: 535
Standard Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo Leute!

Heute ist etwas merkwürdiges passiert bzw. habe ich Gedanken und Überzeugungen in mir entdeckt, die ich bis jetzt in der Rückschulung (7 Monate) immer unterdrückt habe. Vielleicht haben sich manche auch langsam erst entwickelt.

Das Problem, was von Anfang an da war, ist, dass ich mich nicht mit meiner linkshändigen Schrift identifizieren kann. Oder überhaupt mit dem Gedanken, Linkshänder zu sein; das lebe und spüre ich zwar, aber wenn ich meinen Verstand darauf ausrichte, ist da nur ein Fragezeichen. Ich und Linkshänderin?
Dazu kommt, dass ich eigentlich erwartet habe, nach einem halben Jahr nicht mehr solche Schwierigkeiten mit dem Schreiben zu haben. Aber ich muss mich noch sehr konzentrieren, finde es anstrengend und habe manchmal überhaupt keine Lust, mit der Hand zu schreiben.

Deswegen habe ich gerade, als ich etwas notieren wollte, mich mehr oder weniger gezwungen (auf der anderen Seite nach langem wieder getraut) mit rechts zu schreiben. Ich weiß, sehr unvernünftig! Das Denken klappt dabei nicht so gut, aber immerhin ist die Gewohnheit noch da und ich bilde mir ein, durch das bewusste Links-lernen ist meine Rechtsschrift schöner geworden.

Außerdem geht es mir danach nicht mehr so schlecht, wie sonst immer. Ein paar Augenblicke lang habe ich mich sogar gefragt, ob es Beidhändigkeit nicht doch gibt, oder ich vielleicht gar keine Linkshänderin bin?
Ich vermute aber eher zerebrale Schäden, kann doch sein?

Ich denke nicht über Abbrechen der Rückführung nach, dafür merke ich doch schon nach diesen wenigen rechtsgeschriebenen Sätzen, wie angespannt ich bin, aber ich bin ein wenig schockiert über mich und na ja... Vielleicht sollte ich ein oder zweimal zu einer Beraterin gehen und mich begleiten lassen. Das Problem ist, ich wohne und arbeite zur Zeit im Ausland und hier weiß ich keine Adressen, geschweige denn dass ich mich in der Landssprache gut ausdrücken kann.

Ich bin einfach nur verwirrt... Ich wünschte, es hätte nie eine Umschulung gegeben, aber noch mehr wünscht sich etwas in mir drin, einfach Rechtshänderin zu sein. Die haben auch keine Probleme mit der Laufrichtung ihrer Schrift, was ich beim Linksschreiben habe. Spiegelschrift wäre einfacher und auch einprägsamer (habe ich beim Lernen festgestellt), aber das ist nicht wirklich die Lösung!

Hatte jemand ähnliche Probleme?
Ich kann mit keinem meiner Freunde über Rückschulung und diese speziellen Probleme reden, ich habe es versucht, aber nur Unverständnis entgegengebracht bekommen, sie sind bemüht zu verstehen, aber wie könnten sie!

Hoffe, ihr könnt mir helfen.
LG Nina
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  #2  
Alt 28.04.2009, 20:45
Marco Marco ist offline
 
Beiträge: 12
Blinzeln AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Diese Zweifel tauchen bei mir auch manchmal auf und ich habe auch null Bock mit links zu schreiben, tu es aber trotzdem. Es ist wichtig, sein Selbstbewusstsein am Anfang zu stärken. Ein Tipp: klemm deine rechte Hand in die Hosentasche und mach einen Tag lang sogut es geht wirklich alles mit links. Diesen Text tippe ich gerade mit links, also nur mit einer Hand.

Nach/Während der Rücklernung ist es sehr wichtig, stark zu sein und seinen Selbstwert zu verbessern. Das Problem löst sich wirklich nicht von alleine auf, das habe ich auch gedacht. Letztens habe ich in einem Lied eine gute Textzeile gefunden:

Zitat:
Was soll schon Großartiges passieren, wenn du nur daheim bleibst?
So ist es. Geh raus, und mach die Sachen wo bisher dein Selbstwert zu niedrig war. Bei mir sind das viele Dinge, der Wille ist bei jedem da, nur den Mut muss jeder für sich alleine sammeln.

Wer etwas dagegen hat, findet Gründe.
Wer dafür ist, findet Wege.

LG mit einem komplett mit links geschriebenem Beitrag.
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  #3  
Alt 28.04.2009, 22:45
Nina Nina ist offline
 
Beiträge: 535
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo!

Das mit dem nur links tippen würde ich sehr mühselig finden, ich schreibe schon seit Jahren mit zehn Fingern und bin so ziemlich schnell.
Aber ich weiß, was du meinst: Langsam und konzentriert, d.h. bewusst die linke Hand einsetzen.

Ich muss sozusagen meine eigene Lehrerin sein, mir 'verbieten', die rechte Hand zu benutzen und auch darauf zu achten, dass ich mich daran halte. *lol*

Ich bin nur froh, dass ich schon einige Monate hinter mir habe. Ich hatte Höhen und Tiefen und habe mein Selbstwertgefühl auch schon verbessert, z.B. mich meiner Mutter widersetzt, die wollte, dass ich für sie etwas mit rechts schreibe, weil das ihrer Meinung nach schöner ist.

Das Problem sind nicht die anderen, sondern ich selber. Einerseits versuche ich überall, Linkshändigkeit (Rechtshirnigkeit) auszuleben, andererseits bleiben da bestimmte Sachen, bei denen ich mich anpassen muss.

LG Nina
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  #4  
Alt 29.04.2009, 06:38
Marco Marco ist offline
 
Beiträge: 12
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Ich bin auch Kompromisse eingegangen. Rechtshänderscheren benutze ich mit Rechts. Ich benutze momentan wirklich alles mit links was nur geht

Aber wenn man das mit der linken Hand mal richtig durchzieht wird man merken dass sie dann unbewusst von alleine dominiert und das ist das Ziel. Wenn ich die Maus in die rechte Hand tue, fühlt sich das einfach nur noch falsch an, in der Linken aber goldrichtig.
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  #5  
Alt 29.04.2009, 09:45
Charlott Charlott ist offline
 
Beiträge: 191
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo Nina,

wenn ich daran denke, wie gut es mir immer tut, wenn ich mich mit anderen austauschen, sie treffen und sehen und fühlen kann, wie es bei ihnen läuft, wünsche ich Dir jetzt nur noch so eine muntere Truppe um Dich herum. Sei von mir wenigstens hier über das Forum ganz lieb umarmt. Behalte weiter Deinen Mut.

Nun bist Du gerade jetzt im Ausland und vielleicht ganz weit weg. Das bedeutet für Dich bestimmt auch noch zusätzlichen Stress - den man in der Rückschulung sowieso genug hat und nicht noch als Nachschlag obendrauf braucht. Wenn Du die Möglichkeit hast, mit jemandem zu quatschen (vielleicht über Skype?), nutze das auf jeden Fall - quatsche ausgiebig mit jemandem, der sich selbst zurückschult, der sich auskennt, einem Berater ...

Es ist komisch: als umgeschulter Linkshänder ist man ungeduldig, will alles auf Anhieb können, gesteht sich kaum Raum zum Üben zu. Und dann beginnt man, mit der Hand, die bislang so ungeübt war, zu schreiben. Eine harte Prüfung - man muss durch sein ganzes Anspruchsdenken, seine Ungeduld, durch sich selbst hindurch!

Ich habe gerade mein Übungsheft in der Zeit aufgeschlagen, wo ich sieben Monate in der Rückschulung war. Zu der Zeit hatte ich noch nicht eine ganze Seite schreiben können und schrieb je Tag etwa eine halbe Seite. Beim Ausfüllen von Formularen wurde mir immer noch ganz unheimlich und mulmig. In für heutige Verhältnisse enorm zittriger und ungelenker Schrift stehen in meinem Heft die Dinge, die mich damals beschäftigten. Vielleicht muntert es Dich etwas auf, wenn Du lesen kannst, was mich an einem Morgen vor einiger Zeit so beschäftigte:

Zitat:
"10.06.2008
Ich habe so einen schönen großen Schreibtisch. Nur ist er unpraktisch für meine neue Schreibhaltung. Klar, es ist ein Rechtshänderschreibtisch. Den Schreibtischaufsatz habe ich schon verschoben. Zu viel Kram steht hier noch rum. Der muss weg. Dann klappt es bestimmt auch mit dem Schreiben an diesem Rechtshänderschreibtisch. Kram ist weg. Ja, schon etwas besser. Und das Licht kommt von der richtigen Seite. Vielleicht noch die Stühle tauschen. Mein guter alter Lehnstuhl kommt nicht dicht genug an die Schreibfläche heran. Hier könnte ein richtig guter Arbeitsplatz entstehen. Ich werde in nächster Zeit viel mit der Hand schreiben. Ich wünsche es mir sehr, die Zeit, Ruhe und Kraft dafür - für mich - zu finden. Wie wird es mit mir weitergehen? Geduld. Schritt für Schritt weitergehen. Klitzekleine Tippelschritte. Mich gut um mich kümmern. Schreibend mich heilen."
Der Schreibtisch ist jetzt mein Lieblingsarbeitplatz. Wie oft sitze ich jetzt dort und schreibe, schreibe, schreibe!

Liebe Nina, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dich jetzt noch viele Nachrichten erreichen, die Dich aufmuntern können!
Bleib geduldig, schreib weiter - schreib Dir auch die ganzen Gedanken von der Seele, die jetzt an Dir nagen.

Viele herzliche Grüße und alles, alles Liebe und Gute von Charlott
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  #6  
Alt 29.04.2009, 12:17
Marina Neumann Marina Neumann ist offline
 
Beiträge: 1.739
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo Nina,
in welchem Land lebst du den gerade?
Wenn du möchtest, können wir mal eine Telefonberatung durchführen.
So begleite ich viele Menschen in der Rückschulung, die weit von Berlin entfernt wohnen.
Wenn dich das interessiert, schicke mir bitte eine Private Nachricht,
dann teile ich dir die Konditionen mit, und dann können wir einen Termin ausmachen.
Ansonsten erst einmal liebe Grüsse von Marina Neumann
__________________
Dipl.-Psych. Marina Neumann
Psychologische Psychotherapeutin
www.linkerhand.de
Beratungsstelle für Linkshänder

Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
und
"Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"
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  #7  
Alt 29.04.2009, 14:14
Nina Nina ist offline
 
Beiträge: 535
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Danke für eure Hilfe und liebe Unterstützung!

Ja Charlott, es tut gut zu lesen, dass du nach sieben Monaten auch noch nicht so weit warst. Ich hatte wahrscheinlich zu hohe Erwartungen und wie du auch gesagt hast, immer diese Ungeduld...^^ Wie weit bist du jetzt in deiner Rückschulung?

Dass ich im Ausland bin, hat mir (in der Rückschulung und auch so) eher Rückenwind gegeben, als mir mehr Stress zu bereiten. Dieser ist eher Zuhause, in dem Umfeld und meiner Familie, die mich umgeschult haben und anders nicht akzeptieren wollen. Vielleicht ist es 'nur' mein Gefühl, aber damit muss ich ja schließlich leben... Von daher war es gut, hier her zu kommen! Auch neue Freunde zu finden, die mich von Anfang an als Linkshänderin wahrnehmen, tut echt gut!

Das mit dem Telefonieren via Internet ist ne gute Idee, habe ich noch gar nicht dran gedacht. Das geht doch auch mit MSN, ne? Wäre das eine Möglichkeit, Marina?

Zitat:
Wie wird es mit mir weitergehen? Geduld. Schritt für Schritt weitergehen. Klitzekleine Tippelschritte. Mich gut um mich kümmern. Schreibend mich heilen
Das denke ich auch oft bzw. daran muss ich mich oft erinnern. Es stimmt ja. Ich habe heute einen Raum eingerichtet, nicht viel, nur ein bisschen Deko etc, aber es hat so lange gedauert (in meinen Augen) und war so anstrengend... ein 'normaler' Mensch hätte das mit rechts (d.h. für Rechtshänder 'mit links' ;-) ) gemacht, aber für mich war es sehr ermüdend.

Und an Marco: Das Problem mit Rechtshänderscheren kenne ich, das ist frustrierend und war gestern einer der Auslöser für meine Krise. Hatte bei der Arbeit nämlich so eine von diesen Scheren. Mit links war's echt nicht gut, also habe ich sie mit rechts benutzt, aber trotzdem hat sich meine linke Hand irgendwie mehr bewegt. Nach einigen Minuten hatte ich keine Lust mehr und habe lieber mit einer dieser großen Schneidemaschinen gearbeitet, auch wenn das Schneidedings da natürlich rechts ist und ich mit links rübergreifen musste... na ja. Was lernt man daraus, immer ne Linkshänderschere in der Tasche haben. *lol*

LG Nina
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  #8  
Alt 01.05.2009, 13:30
Timon
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Zitat:
Zitat von Nina Beitrag anzeigen

...Ich und Linkshänderin?...

... und ich bilde mir ein, durch das bewusste Links-lernen ist meine Rechtsschrift schöner geworden. ...

... Ein paar Augenblicke lang habe ich mich sogar gefragt, ob es Beidhändigkeit nicht doch gibt, oder ich vielleicht gar keine Linkshänderin bin? ...

Ich wünschte, es hätte nie eine Umschulung gegeben, aber noch mehr wünscht sich etwas in mir drin, einfach Rechtshänderin zu sein. Die haben auch keine Probleme mit der Laufrichtung ihrer Schrift, was ich beim Linksschreiben habe.
Hallo Nina

Zweifel, Zweifel, Zweifel. Und jeder einzelne, den Du da erwähnst, ist auch
bei mir gekommen. Auch mit meiner Rechtshandschrift bin ich plötzlich
ungewöhnlich zufrieden - obwohl ich mir sicher bin, dass sie sich nicht
verändert hat.

Ich erkläre mir die Sache so. Mein Persönlichkeitsbild vor Beginn der Rück-
schulung war geprägt von Unsicherheit und dem Wunsch Konflikten möglichst
aus dem Weg zu gehen. Anpassung und "sich arrangieren" sind tief in mir
verwurzelt. Kommt eine Schwierigkeit oder ein Konflikt auf mich zu, versuche
ich dem also wie gewohnt aus dem Weg zu gehen und mich zu arrangieren.

Die Rückschulung ist mit Arbeit verbunden, weil Du (und ich auch) in Deinem
bisherigen Leben sehr viel in die Anpassung an die rechtshändige Welt
investiert hast, die nun quasi "für die Katz" ist. Deshalb kommen Zweifel
und wir wehren uns in unserer natürlichen Reaktion - Konflikten aus dem
Weg zu gehen - dagegen.

Bitte gib jetzt nicht auf. Du bist auf dem richtigen Weg. Aber jetzt geht es
darum den "inneren Schweinehund" zu bezwingen und durchzuhalten. Am
Ende wartet die Belohnung auf Dich.

Zitat:
Zitat von Nina Beitrag anzeigen
Ich kann mit keinem meiner Freunde über Rückschulung und diese speziellen Probleme reden, ich habe es versucht, aber nur Unverständnis entgegengebracht bekommen, sie sind bemüht zu verstehen, aber wie könnten sie!
Das ist in der Tat sinnlos. Versuch es gar nicht erst. Dafür hast Du ja das
Forum hier. Dafür hast Du uns.

Liebe Grüsse
Timon
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  #9  
Alt 01.05.2009, 18:26
Charlott Charlott ist offline
 
Beiträge: 191
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo Nina,

nach Timons ermutigendem Beitrag heute auch noch einmal ein lieber Gruß von mir. Ich freue mich, dass ich Dir ein bisschen weiterhelfen konnte.

Solche Dinge wie dieses "Schritt für Schritt", "Geduld", "Stück für Stück" stehen ganz oft in meinem Übungsheft - als ob ich damit versuche, meine Ungeduld immer wieder zu mäßigen und mich davor zu bewahren, mich mit Volldampf in die nächsten kräftezehrenden, unheilvollen Abenteuer zu stürzen. Es fällt mir schwer, etwas vertrauensvoll heranreifen zu lassen.

Der Unterschied zwischen uns mit dem Ausland war interessant. Es ist für mich tatsächlich eine extreme Beanspruchung, wenn ich mich in einem anderen Land bewegen muss und Sprache und Sitten nicht verstehe. Ich bin noch nie gern im Ausland gewesen (habe schon als Kind herum gezetert, wenn ich ins Ausland musste). In den letzten Jahren habe ich es aus Kräftegründen ganz vermieden.

Allerdings habe ich während der Rückschulung hier um mich herum lauter kleine Inseln für mich aufgebaut, die mir Schutz und Sicherheit bieten.
Ich bin auch immer noch fleißig am Bauen. Mir ist, als Du im Ausland eine solche Insel gefunden hast.

Du hast gefragt, wie weit ich mit der Rückschulung bin. Es ist lustig, dass ich es gar nicht richtig einschätzen kann.
Obwohl die Rückschulung das ist, was mich beschäftigt, woran ich jeden Tag arbeite! Ich probiere einen kleinen Überblick:

Meine tägliche Übungsseite ist immer noch ganz wichtig für mich. Purzelt ein Tag so durcheinander, dass ich nicht zum Schreiben komme, werde ich knurrig.
Ansonsten überschlägt sich im Moment sehr viel und es scheinen Lösungen zu kommen, wo sich ewig nichts rührte. Ich staune, wo sich überall Wege aufzeigen, obwohl vor der Rückschulung dort nur dicke, graue, entmutigende Mauern waren. Auf allen Gebieten - Selbstverständnis, Beziehungen, Körper, Beruf, ... Manchmal habe ich im Moment fast Angst, dass es zu schnell geht, mich mitreißt, und ich den Boden unter den Füßen verliere. Schon deshalb ist das tägliche Schreiben ganz wichtig für mich, um das alles sortieren und verarbeiten zu können.

Auch an Kraft habe in letzter Zeit viel hinzugewonnen. Jetzt wird mir erst richtig bewusst, auf welchem niedrigen Niveau ich schon jahrelang vor mich hin gewurstelt habe. Im Moment fühle ich mich wie ein kleiner Ästling, der schon keck auf seinem Baum herumhüpft, noch etwas wackelig balanciert, ab und zu mit seinen Flügelchen wackelt, um sie auszuprobieren, und irgendwie kurz davor ist, die Flügel weit aufzuspannen und abzuheben. Tja - wie weit ist der Tag noch entfernt, an dem ich meine Flügel aufspanne und kraftvoll, ruhig und sicher mein Tageswerk vollbringe? Ohne diese furchtbaren Ausfälle durch Überanstrengung und Übermüdung? Manchmal scheint mir, dass es nicht mehr allzu weit ist.

Liebe Grüße von Charlott
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  #10  
Alt 02.05.2009, 22:23
Heike
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Krise, ich brauche gute Ratschläge!

Hallo Nina
Die Gedanken kenne ich auch.
Ich habe mir immer gesagt ich bin ein Linkshänder da ich ja auch alles mit links mache schon von klein auf.
Ich habe auch niemanden erzählt das ich mich zurückschule.
Gruß Heike
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