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  #1  
Alt 13.08.2017, 12:14
Monja Monja ist offline
 
Beiträge: 433
Standard Schreibblockade bei Stress

Passend zum Linkshändertag hat es mal wieder zugeschlagen: ich will ein Formular ausfüllen und verschreibe mich mit links nur. Als wäre die Verbindung von Kopf und Hand unterbrochen. Vor lauter Genervtheit hab ich dann den Stift mit rechts genommen und konnte das Formular gut ausfüllen. Dabei hat niemand zugesehen. Ich bin eben nur inhaltlich vom Thema des Formulars gestresst.

Kennt Ihr das auch? Dass links manchmal einfach total blockiert? Wie geht Ihr damit dann um? Bin dankbar für Tipps und Ideen. Ansonsten wünsche ich allen einen schönen Linkshänder-Tag!
__________________
Findefuchs 🦊
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  #2  
Alt 13.08.2017, 13:40
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 477
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Liebe Monja,
ja, das kenne ich auch. Zum Teil, wenn ich inhaltlich genervt bin von dem, was ich schreiben (oder ausfüllen) muss, zum Teil auch, wenn man einfach gestresst, abhetzt ist oder wenn man sich allgemein nicht so gut fühlt.
Ich versuche dann einfach, langsamer zu machen (was natürlich bei Zeitdruck nicht geht, da nehme ich dann schnell mal die Rechte, kommt bei mir zum Glück nicht so oft vor) und "male" eher, als dass ich schreibe. Wenn ich Dinge zu schreiben oder auszufüllen habe, die mich inhaltlich nerven, frage ich meinen Mann um Unterstützung, dieses emotionale Aufgefangenwerden hilft mir sehr.
Dir auch einen guten Linkshändertag!
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  #3  
Alt 13.08.2017, 14:18
Samuel167 Samuel167 ist offline
 
Beiträge: 42
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Hallo Monja,

meiner Erfahrung nach macht es einen großen Unterschied, ob man lediglich Texte abschreibt oder schreibt und gleichzeitig gedankliche Inhalte dabei verarbeiten muss.

Ich habe während der Anfangszeit meiner Rückschulung, nachdem ich das Alphabet in Druck- und Schreibschrift einigermaßen sicher beherrschte, vorwiegend Texte abgeschrieben (wie es z. B. auch Samuel Randolph in seinem Buch beschreibt) und sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Es könnte sein, dass es für Dich einfach noch zu früh ist, mit links zu schreiben und gleichzeitig gedankliche Leistungen dabei zu vollbringen.

By the way:
Formulare werden meistens ja in Druckschrift ausgefüllt.
Hast Du Dich je mit Druckschrift auseinandergesetzt, sie geübt, das Alphabet rauf und runter, Groß- und Kleinbuchstaben?

Druckschrift ist für das Gehirn ja grundsätzlich einfacher zu bewältigen als Schreibschrift, weil die Buchstabenverbindungen wegfallen.
Aber: Um sie aus dem „Effeff“ zu beherrschen, muss man sie üben.


Liebe Grüße
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  #4  
Alt 14.08.2017, 08:28
Willi Willi ist offline
 
Beiträge: 71
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Hi Monja,

Formulare waren für mich die letzte große Hürde des Linksschreibens, dabei gab es lange Zeit Rückfälle nach rechts. Mal ganz abgesehen von der inhaltlichen "Einengung" stört die räumliche Begrenzung ungemein. Die Vorgehensweise zu Beginn meiner RS, einfach Blankopapier zu nehmen und Größe und Stiftdicke an meine neuen Bedürfnisse (ausreichend Platz, um trotz noch ungelenkter Schrift lesbar zu schreiben) anzupassen funktioniert bei Vordrucken logischerweise nicht. Erst Lauf der Monate und Jahren durfte das Schreibpapier nach und nach wieder kleiner und die Stifte dünner werden. Formulare waren aber noch lange unangenehm.

Grüße
Willi
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  #5  
Alt 14.08.2017, 11:13
Monja Monja ist offline
 
Beiträge: 433
Lächeln AW: Schreibblockade bei Stress

Lieben Dank Euch allen, Ihr habt mich sehr entlastet und zu neuen Betrachtungsweisen angeregt, ganz lieben Dank dafür!

Hallo Willi,

So hatte ich das noch gar nicht betrachtet, stimmt aber, die Platzvorgaben nerven extrem.

Samuel167,
offen gesagt wurde mir dieses technische Buchstaben üben bald nervtötend und ich habe nur Tagebuch oder inhaltliche Notizen geschrieben. Kann also gut sein, dass mir da noch Routine fehlt.

Ich bin eh ganz baff von den Schreibvorschlägen in Marina Neumanns Schreiblernheft, viele Buchstaben und vor allem auch Zahlen gehen da wirklich leichter von der Linienführung her. Vielleicht werde ich wirklich mit diesen Übungsseiten nochmal Buchstaben in Druckschrift üben, bisher hatte ich eher Schreibschrift genutzt, weil ich da besser in den Bewegungsfluss komme.

Und Rikka,
Du hast natürlich recht, an sich wäre es sinnvoll auch in diesen Situationen Achtsamkeit zu üben und erst mal herunterzufahren. Witzigerweise hat sich jetzt auf telefonische Inhaltsnachfrage ergeben, dass ich das vermaledeite Formular wahrscheinlich gar nicht brauche und eine formlose Anfrage per Mail ausreicht - ist mir auch recht
__________________
Findefuchs 🦊
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  #6  
Alt 14.08.2017, 13:26
Willi Willi ist offline
 
Beiträge: 71
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Schwankungen in Tagesform und Leichtigkeit des Schreibens sind allerdings im Rückschulungsprozess völlig normal. Genauso wie das Gefühl des Genervt-seins weil es links doch nicht so funktioniert wie gewünscht oder Ärger über Rückfälle nach Rechts. In diesen Momenten ist das natürlich unschön, bis hin zu möglichen Zweifeln an der Sinnhaftigkeit der Rückschulung. In der Nachbetrachtung sind das aber kleine, irrelevante Formschwankungen. Hauptsache, der Gesamtweg stimmt.

Und, schreiben ist eben nicht gleich schreiben. Persönliche Entfaltung (oder spielerisches Finden der eigenen Schrift) auf leerem Papier geht anfangs leichter als Formalien in engen Formularen.

Den Yoropen als Schreibwerkzeug für Formulare finde ich ganz praktisch: http://linkshaenderforum.org/forum/s...ad.php?p=40434

Ganz wesentlich finde ich für das Ausfüllen von Formularen auch eine persönliche ergonomische Schreibhaltung (d.h. passende Tischhöhe, bequemes Stehen oder Sitzen, genügend Ablagefläche für den Schreibarm, etc.), speziell in der Rückschulung. Das mag sowieso wegen des mehr schiebenden Schreibens für LH wesentlicher sein als für RH und wird auch relevanter je weniger Platz zum Schreiben zur Verfügung steht (also bei Vordrucken).

Nicht zu vergessen, dass bei Formularen in aller Regel gute Lesbarkeit für andere Leute (oft Entscheidungsträger) eine große Rolle spielt. Je wichtiger dann noch der Inhalt ist, desto größer ist natürlich die Erwartungshaltung an die eigene Schrift.

Geändert von Willi (14.08.2017 um 13:49 Uhr). Grund: Präzisierung
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  #7  
Alt 20.08.2017, 21:31
Samuel167 Samuel167 ist offline
 
Beiträge: 42
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Zitat:
Zitat von Monja Beitrag anzeigen
Samuel167,
offen gesagt wurde mir dieses technische Buchstaben üben bald nervtötend und ich habe nur Tagebuch oder inhaltliche Notizen geschrieben. Kann also gut sein, dass mir da noch Routine fehlt.

Hallo Monja,

ich gebe zu, dass der Begriff bzw. die Tätigkeit des Übens für viele von uns mit negativen Assoziationen behaftet ist, eben weil damit üblicherweise Zwang, Langeweile und Monotonie in Verbindung gebracht werden.

Das Üben von Buchstaben/Buchstabenverbindungen/Wörtern muss aber nicht notwendigerweise ein nervtötender, monotoner oder stupider Vorgang sein, wenn man die Übungen entspannt und vor allem technisch richtig angeht und abwechslungsreich gestaltet.

Wie man unter diesem Link

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbung

nachlesen kann, ist ein wesentliches Element der Übung die methodische Wiederholung und ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Wiederholung das gute Gefühl beim Schreiben erst entstehen lässt und durchaus in Flow-Zustände übergehen kann. Vor allem, wenn man mit der Zeit feststellt, dass die Buchstaben immer leichter von der Hand gehen und immer gleichförmiger und harmonischer aussehen.


Als Musiker sind mir viele Parallelen aufgefallen zwischen dem Erlernen eines Instrumentes und dem Erlernen des Schreibens mit der Hand:
Der Stift ist das Instrument, das Alphabet und die Buchstabenverbindungen sind die Tonleitern und Etüden, ganze Texte sind wie Instrumentalkonzerte.
Jeder Musiker wird mir - glaube ich - Recht geben, dass das Erlernen eines Instrumentes bzw. der Erhalt des einmal erreichten technischen Standards nur durch Üben (und später Spielpraxis) möglich ist.
Und kaum ein Musiker wird es als sinnvoll ansehen, sich an schwierige Instrumentalkonzerte heranzuwagen, bevor er seine Tonleitern und Etüden einigermaßen sicher beherrscht.

Um auf das Thema des Threads zurückzukommen und auf die Gefahr hin, damit ein bisschen zur Spaßbremse des Forums zu avancieren:

Ich persönlich halte – vor allem in der Anfangsphase der Rückschulung - systematisches Üben für absolut notwendig, um ein ansprechendes Schriftbild zu erreichen, das sich später auch in Alltags- und Stresssituationen bewähren kann.
All das natürlich, ohne sich selbst dabei zu überfordern.

Cheers!
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  #8  
Alt 21.08.2017, 08:09
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 780
Standard AW: Schreibblockade bei Stress

Hallo zusammen,

Samuel kann ich nur in allen Punkten zustimmen. Bei mir war das auch so. Schwungübungen haben mich gelangweilt und stellten, --evtl. ist das doch wichtig, --für mich nicht das geringste Problem dar. Anders das LH-Schreiben. Wie oft erwähnt, war es eigentlich vielleicht 4 bis 6 Wochen ein ziemliches Gekrakel, bei dem nun wirklich keine Freude aufkommen konnte, geschweige denn irgendwelcher anderer positiver Gefühle.
Letztere habe ich erst in den letzten Jahren bekommen, als mir dann meine Schrift auch wirklich gefiel.
Natürlich war ich froh, als ich nach ca. 2 bis 3 Monaten einigermaßen LH schreiben konnte, wobei ich dazu sagen muß, dass ich mich, wenn auch zu größter Sparsamkeit gezwungen, --keine Unterstützung vom Staat erhaltend, aus dem Berufsleben verabschiedet habe!!!
Zu Beginn der RS war nur die Hilflosigkeit und die Ohnmacht mal schnell bei Telefonaten Notizen LH zu machen einfach nur grausam.

So ein bisschen zumindest war meine Devise, "Üben, Üben, Üben, --Augen zu, -und durch".....

Wie auch immer, ---ein allgemeingültiges Rezept für eine RS wird es nie geben, dafür sind wir alle, ULHs mehr als andere, viel zu individuell, -----würde ich sagen....
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