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Rückschulung / Umschulung Schreibhandwechsel / unerkannte Linkshändigkeit

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  #11  
Alt 16.07.2017, 08:11
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 477
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Lieber Samuel,
danke, das hatte bei mir noch gefehlt!
Lieber Detlev,
danke, ich korrigiere mich hiermit: Seit den 1970er Jahren hat man begonnen, die Erkenntnisse der Wissenschaft, dass das Umlernen auf die rechte Hand schädliche Nebenwirkungen hat (erste Konferenz zu "linkshändige Kinder und Erziehung" 1978 in Berlin), nach und nach umzusetzen, ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen war als im Jahr 2000 das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung (https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start..._1500182698723 Bundesgesetzblatt) verabschiedet wurde. Die Praxis ist dann noch mal ein anderes Paar Schuhe.
Ich habe übrigens einen Artikel zum Thema der Gesetzeslage in der Schweiz gefunden:
http://skmr.ch/de/themenbereiche/kin...altverbot.html
Das ausdrückliche Züchtigungsrecht wurde demnach 1978 aus dem schweizerischen Zivilgesetzbuch gestrichen. Allerdings gäbe es (anders als in Schweden oder auch Deutschland) kein Gesetz, dass die Anwendung von Gewalt in der Erziehung ausdrücklich verbiete.
Vor dem Hintergrund, dass über das Verbot von Züchtigung in der Schweiz anscheinend noch heiß diskutiert wird, erklärt sich der beschönigende Ton des Artikels, denke ich. Man will nicht noch ein Fass in der Richtung aufmachen.
Liebe Lee,
ich bezweifle, dass jemand Dich persönlich angreifen wollte. Das Problem mag darin liegen, dass hier nicht auf den "offiziellen Ton" des Artikels reagiert wird (der wie Samuel schon sagte, sehr positiv ist), sondern dass man auf den implizierten Ton reagiert. Dazu gehört meiner Meinung nach, dass die Folgen der Rückschulung extrem heruntergespielt wurden, Frau Doktor Sattler wurde falsch und verfälschend zitiert:
Code:
Sie sagt: «Eine Umschulung der Händigkeit bedeutet einen unblutigen, zum Teil massiven Eingriff in das menschliche Gehirn.»
Im Gegensatz dazu das Zitat von einer Website, für die Frau Doktor Sattler verantwortlich zeichnet:
Zitat:
Eine Umschulung der Schreibhand führt oft zu den verschiedensten Störungen, die dann häufig in Sekundärprozessen falsch verarbeitet werden und ist nach Dr. Ivo-Kurt Cizek der "maximale unblutige Angriff auf das Gehirn, der möglich ist" (SZ, 29.4.1986).
(In beiden Fällen Hervorhebung durch mich)
Außerdem wurde die Rückschulung selbst heruntergespielt, in einem Halbsatz abgetan.

Der wirklich wunde Punkt bei vielen dürfte aber sein, dass so oft behauptet wird, dass es das Problem der Umschulung ja heute gar nicht mehr gäbe, was in sich schon ein Teil der Diskriminierung gegen Linkshänder im Allgemeinen und umgeschulte Linkshänder im Besonderen darstellt: Nur weil es heute nicht mehr Pflicht ist, heißt das nicht, dass es heute keine Leute mehr gibt, die diese Brutalität nicht noch erlebt hätten. Und auch wenn nicht mehr mit Linealen, Ruten, kochendem Wasser, Lederriemen und Gips dafür gesorgt wird, dass die Gören gefälligst das schöne Händchen nehmen, heißt das noch lange nicht dass Eltern, Erzieher oder Lehrer auf die naturgegebene Händigkeit des Kindes Rücksicht nehmen würden und eine passive Umschulung (also ohne äußeren Zwang) verhindern würden.
Leider ist es so, dass man einer solchen Argumentation die ersten 2,3,5 Male noch argumentativ entgegentreten mag, aber irgendwann entwickelt sich bei Betroffenen ein rotes Tuch, da reagiert man verletzt und schlägt um sich. Es geht mir (hier noch nicht?) auch so, vor allem, wenn ich dem gefühlt 578. Mitmenschen, der sein Wissen über psychische Erkrankungen im allgemeinen und über paranoide Schizophrenie im Besonderen (es gibt ja im Film keine andere psychische Erkrankung) aus billigen Horrorfilmen und reißerischen TV- Beiträgen schöpft, wieder mal beibringen muss, dass a) die wenigsten psychisch Kranken als Killer, Kinderschänder oder sonstige "Spaßmacher" durch die Gegend streifen, dass es b) mehrere Formen der Schizophrenie gibt und sich die Krankheit sehr unterschiedlich ausdrückt und dass c) ich nicht vorhabe, ihn jetzt auf dem nächsten Esstisch zu tranchieren.
Es tut mir leid, liebe Lee, dass Du Dir eine solche Woge eingefangen hast. Ich hoffe, es verletzt Dich jetzt nicht so sehr, dass Du die Partizipation am Forum einstellst, denn das wäre sehr schade. Der Bergwind, der durch Dich hier hereinweht, ist doch sehr erfrischend.
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  #12  
Alt 16.07.2017, 10:51
Detlef Detlef ist gerade online
 
Beiträge: 493
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Zitat:
Zitat von Rikka Beitrag anzeigen
ich korrigiere mich hiermit: Seit den 1970er Jahren hat man begonnen,....
Hmm, das mit der Konferenz und auch das mit dem (Bundes?)-gesetz wusste ich nicht!

Zitat:
Die Praxis ist dann noch mal ein anderes Paar Schuhe.
Ja klar....und auch das Nachahmungsverhalten/die Sozialisation. Man möchte halt nur bedingt auffallen und das ist auch nicht nur bei der Händigkeit, sondern allgemein so.
Und dann kommt eben noch dazu, das man Verhaltensweisen erbt.
In der Bibel steht, dass der "liebe Gott" die Sünden der Väter bis ins 3. oder 4. Glied verfolgt. Ich frage mich schon seit diversen Jahren, obs da wirklich um Sünde gehen soll, oder ob die Stelle einfach sagen soll, das persönliche oder allgemeine (Gruppenzwang) Verhaltensweisen brauchen, bis sie ausgeschlichen sind. Weiß ich aber nicht. Ich nehme sowas nur aufmerksam -und kritisch- auf und mah mir meine Gedanken dazu.



Lieben Gruß von Detlef
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  #13  
Alt 17.07.2017, 08:42
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 477
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Lieber Detlef,

Zitat:
Ja klar....und auch das Nachahmungsverhalten/die Sozialisation.
Das ist ja der Grund, warum ich mich für die falsche Hand entschieden habe. Ich hatte nur einen guten Freund, der hatte sich nicht daran gestört, dass ich oft auch mit der Linken schrieb (meine Händigkeit war bis zum Alter von 9 Jahren nur schwach ausgeprägt, ich hatte da ziemliche Probleme) und als der dann wegzog, habe ich mich angepasst, um nicht noch mehr aufzufallen.
Zitat:
"liebe Gott" die Sünden der Väter bis ins 3. oder 4. Glied verfolgt
Dazu muss man auch auf den Kontext achten (2. Mose 34)
Zitat:
Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue! Der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Väter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied. Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an…
Ich schätze, so philosophisch/ psychologisch ist die Bibel (vor allem das alte Testament) nicht. Das hier ist schlicht eine Androhung von himmlischen Donnerwetter bis zu den Enkeln und Urenkeln wenn's Gott so passt (oder er kann, wenn er mag, auch vergeben). Das Konzept vom "lieben" Gott ist ja ein Christliches und dem alten Testament per se fremd. Und schafft gewaltige Probleme: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee
Politisch war in Inklusion des AT eine sehr gute, philosophisch eine eher schlechte Idee, da die Aussagen im NT und AT doch gewisse Diskrepanzen aufweisen. Aber niemand kann von der Bibel verlangen, dass sie logisch ist. Sie ist eben zum Glauben da, nicht zum Denken.
Außerdem, Gruppenzwang geht durch viel mehr Glieder, das kennen wir ja gerade auch aus dem Bereich der Händigkeit...
Doch, das besagte Gesetz ist ein Bundesgesetz. Es hat ja auch mit den Inhalten der schulischen Erziehung nichts zu tun sondern mit den Rechten der Kinder (körperliche Unversehrtheit) als Menschen, es greift also nicht in das Hoheitsgebiet der Kultusminister der Länder ein.
Leider finde ich den Link nicht mehr, aber ich war auch sehr verblüfft, als ich über diese (meines Wissens weltweit erste Konferenz dieser Art) las und konnte mir das Jahr nur deswegen so gut merken, weil es ja das Jahr meiner Einschulung war....
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  #14  
Alt 17.07.2017, 09:11
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 779
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Ich würde noch herausstellen, dass vor allem der heranwachsende Mensch, ab dem Alter von ca. 2 bis 3 Jahren (Kindergarten/Trotzphase), und so manche auch bis ins hohe Alter hinein, ein Individuum ist, das von gruppendynamischen Anpassungsprozessen, also eben auch der Händigkeit geprägt wird.


Hierbei sind natürlich jegliche Verordnungen/Gesetze usw. weitgehend sinn-und nutzlos, also „Aussen vor“.


Nur eine aufmerksame Fürsorge, oder sog. Erziehung, der Eltern und vielleicht auch ErzieherInnen kann hier Unheil und Fehlentwicklungen verhindern. Letztere leiden allerdings für mein Dafürhalten an Überforderung hierbei. --


Wenn man sich das vor Augen hält, muss man m.E. allein schon deswegen sozusagen automatisch an die in etwa 50:50-RH:LH-These glauben.


Es ist das gesellschaftliche, medizinisch-neurologische, psychologische, soziologische, weltweite Dilemma No.1 und nur ein kleines, unscheinbares und reichlich hilfloses Häuflein von wachgebliebenen Geistern hier, denen die Sicht auf die Welt, und sich selbst, nicht durch ein „overstresstes“ Berufsleben verwehrt ist, hat dies wirklich erkannt. Selbiges ist ihnen und somit auch mir allerdings nur durch die Rückschulung, bzw. den „Einstiegs-Gedankenblitz“ in diese, möglich geworden.


Mit den „overstressten“ Geistern meine ich natürlich auch sämtliche Professoren und Doktoren in o.g. Disziplinen mit Ausnahme von z.B. den Professoren Siebner, z.t Dänemark, und Kushner, USA.




Wie, um alles in der Welt, soll sich dann irgendetwas in dieser ändern!
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  #15  
Alt 17.07.2017, 10:41
Marina Neumann Marina Neumann ist offline
 
Beiträge: 1.583
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Hallo Micha.el,
ich glaube schon lange nicht mehr daran, dass Veränderungen so passieren,
dass irgendwie ein Ruck durch die Gesellschaft geht und schon ist etwas grundlegend anders.
Verändern kann sich nur jeder einzelne Mensch und dadurch vielleicht Anstöße und Impulse geben. Ich glaube eher an Veränderungen von der Basis her.
Das betrifft auch die Linkshändigkeit.
Das Wichtigste an der RS ist doch, zu merken, dass dadurch bei einem selbst positive innerpsychische Veränderungen überhaupt erst möglich werden. Das ist sehr viel und ein großes Geschenk!
Ich halte es für müßig, darauf zu hoffen, dass irgendwo außen etwas anders wird. Das trägt nicht zur eigenen inneren Erlösung bei. Um die muss man sich immer selber kümmern.
Liebe Grüße von Marina Neumann
__________________
Dipl.-Psych. Marina Neumann
Psychologische Psychotherapeutin
www.linkerhand.de
Beratungsstelle für Linkshänder

Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
und
"Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"
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  #16  
Alt 17.07.2017, 11:28
Detlef Detlef ist gerade online
 
Beiträge: 493
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Zitat:
Zitat von Rikka Beitrag anzeigen

Das ist ja der Grund, warum ich mich für die falsche Hand entschieden habe.
Liebe Rikka, ich glaube, es gab damals für Dich keine wirklich falsche Hand, da Du psychologisch/überlebenstechnisch keine andere Wahl hattest, als Dich anzupassen. ch würde in dem Kontext bei Dir auch nicht von einer Entscheidung sprechen, sondern eher von einer Notgedrungenheit (um nicht unterzugehen)

Zitat:
Dazu muss man auch auf den Kontext achten (2. Mose 34)

Ich schätze, so philosophisch/ psychologisch ist die Bibel (vor allem das alte Testament) nicht. Das hier ist schlicht eine Androhung von himmlischen Donnerwetter bis zu den Enkeln und Urenkeln wenn's Gott so passt (oder er kann, wenn er mag, auch vergeben). Das Konzept vom "lieben" Gott ist ja ein Christliches und dem alten Testament per se fremd. Und schafft gewaltige Probleme: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee
Politisch war in Inklusion des AT eine sehr gute, philosophisch eine eher schlechte Idee, da die Aussagen im NT und AT doch gewisse Diskrepanzen aufweisen. Aber niemand kann von der Bibel verlangen, dass sie logisch ist. Sie ist eben zum Glauben da, nicht zum Denken.
Alles nachvollziehbar! "Theodizee" hat mir vor Jahren auch mal jemand erklärt und ich habs nie vergessen!
Bei mir isses so, das ich erstmal zu mir selbst finden musste, um danach glauben zu können. Ich musste mich erstmal mit mir selbst auseinandersetzen und erkennen, welche "Verhandlungsposition" ich gegenüber Gott habe!
Bis zu dem Punkt hatte ich als Glaubensinteressierter immer gesagt: "Wenn Gott mich/mein Leben haben möchte, dann gefälligst so, wie ich natürlich bin!"
Heute, paar Jahre später, sage ich: Ich BITTE Gott, mich so zu nehmen, wie ich bin.
Die Verhältnismäßigkeit ist also eine andere geworden.
Meine Cousine hat vor Jahren, als wir mal in einer Gruppe über den Galuben sprachen, zu mir gesagt: "Gerade DAS ist für mich das Schwere: Die Gnade Gottes annehmen zu können!" Ihr Satz schlug bei mir ein wie ein Hammer und ich dachte: Kann es denn schwer sein, Gnade anzunehmen??
Der Wortwechsel hat bei mir viel bewegt!
Ich weiß aber auch, dass es im Linkshänderforum unter Anderem darum geht, seine Selbstbestimmheit, nämlich die Linksschrift, zurückzugewinnen! Das braucht bei dem ein- oder anderen Auflehnung und Auflehnung ist eigentlich das Gegenteil von dem, was ich eben grad schrieb.
Deswegen muss ich für mich das getrennt sehen. Also auf der einen Seite Vorankommen bei der Linkshändigkeit und auf der anderen Seite persönliche Reifung, die mit mir und meinem Glauben zusammenhängt.

Meine Erfahrung ist: wenn man sich nicht allen möglichen Strömungen hingibt (Wie zum Beispiel: Mensch, trink doch einen mit. Oder dieses zwangsweise: Ich trink erst einen, wenn du einen vorgetrunken hast) (als Beispiele), dann findet man auch zu sich selbst, das braucht aber eben Zeit.Manchmal ist einfach wichtig, dass man sich mal hinsetzt und dann einfach sitzt und sich gedanklich/gefühlsmäßig zentriert. Und förderlich ist dafür auch ein gutes Umfeld, indem man manselbst sein "darf".


Zitat:
Außerdem, Gruppenzwang geht durch viel mehr Glieder, das kennen wir ja gerade auch aus dem Bereich der Händigkeit...
Jawoll, und zwar durch alle Familien, Dörfer, Länder, Staaten usw.

....hab übrigens den Mose grad gelesen und das hat Spaß gemacht Der von Dir zitierte Spruch (barmherzig und gütig und so) ist übrigens mein Konfispruch, steht aber in meinem Konfi-Fall auch in Psalm 103, Vers 8
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  #17  
Alt 17.07.2017, 11:41
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 779
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

@ Marina:

Ja, ----aaaaaber, --immernoch klassische, Sattler'sche "Ja- Aber-Haltung"(!!!):

Mir, ----und vielleicht ja mir ganz persönlich, will der Gedanke, dass wir hier qausi ein erlesenes, kleines, nahezu winziges Häuflein der "Erleuchteten" sein sollen, einfach nicht gefallen.

Zumal es uns ja auch regelrecht behindert, ---in Allem.

Ein wenn auch kleiner Hoffungsfunke ist das Buch von Howard Kushner "On the other Hand", der immerhin ein sehr bekannter US-Professor ist.
Wie bereits erwähnt, soll es Ende August -Anfang September diesen Jahres erscheinen, ---schrieb er mir letzte Woche. Kushner, selbst Linkshänder, befaßt sich darin vor allem mit dem Tourett Syndrom im Zusammenhang mit der Linkshändigkeit.
Das T.-Syndrom gehört wie ja viele andere psychischen Phänomene zu den größten Rätseln in der Neurologie und leider ist nunmal unsere Welt so, dass irgendwie alle Weisheit immer von "ganz oben" kommen muß.

Da ich ihm letztes Jahr auch ein paar Hinweise gab, will er mir ein druckfrisches Exemplar schicken.

Ich bin schon sehr gespannt und ----makes me proud, ---a little.

Geändert von Micha.el (17.07.2017 um 11:48 Uhr).
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  #18  
Alt 17.07.2017, 12:58
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 779
Blinzeln AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

@ Detlef:

wahrscheinlich wirst Du Dich nicht an einen meiner Einführungs-Threads hier erinnern (Du bist ja noch länger dabei als ich), jedoch möchte ich noch folgenden Gedanken äußern.

Es scheint mir mittlerweile so, als ob J.C. Rechtshänder war, der allerdings auch LH, nämlich Aramäisch, von rechts nach links, schreiben konnte, ebenso wie RH lateinisch und griechisch. Er stammte ja aus einer in der damaligen Welt gebildeten Familie. Der Vater war Baumeister, man könnte auch sagen Architekt. Bei ihm ist er sicher in die Lehre gegangen.
Ich denke schon, dass gerade diese Fähigkeiten, beidhändig schreiben zu können, ihm, man lasse mich sagen, transzendente Einblicke ermöglichten.
Nur das kann eigentlich der Grund für sein Berühmtheit gewesen sein, --schließlich kennt fast jeder heute noch seinen Namen.

So kam es dann anscheinend/vermutlich auch zu den bekannten Versen in Matthäus 25, wo die zu seiner Linken gefälligst zur Hölle fahren mußten, während die zu seiner Rechten in die Himmelreiche eingehen.

--Einer der Hauptgründe für unser weltweites ULH-Dilemma.

" Ei der Daus, hätte er doch mehr aramäisch gelesen und geschrieben, dann hätten wir jetzt 2000 Jahre später eine andere Welt und er hätte nicht das extrem miese Gefühl in der linken Hand gehabt, das wohl alle RS'ler, wenn sie länger dabei sind mit ihrer rechten Hand spüren.

Soll heißen J.C. war so etwas wie ein unbewußter RS'ler!!!

Gruß an einen RS-Veteranen

Michael

Geändert von Micha.el (17.07.2017 um 13:13 Uhr).
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  #19  
Alt 17.07.2017, 19:22
Detlef Detlef ist gerade online
 
Beiträge: 493
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk


Hi Michael,

hab mal wieder meine Bibel aufgeschlagen, Matthäus 25 gelesen und kam zu folgender Erkenntnis:

Die Stelle mit links und rechts würd ich für mich nicht so hoch hängen. Ist wohl halt so passiert, aber ob das dann auch gleich als Gesamtaussage zur Händigkeit von Jesus zu übernehmen ist/war??

Nächste Erkenntnis: Das Kapitel find ich insgesamt interessant!

Letzte Erkenntnis: Ich hab ne relativ moderne Bibel. Ist betitelt mit: Die Bibel-Hoffnung für Alle. (Aus dem Brunnen-Verlag) Ich kann die um Längen besser lesen und es macht ehrlich gesagt auch mehr Spaß, als ne Bibel von 1500 oder so

Das mit der Transzendenz halte ich für möglich, sowie ich auch für möglich halte, das diverse betroffene schizophrene Psychiatriepatienten Umschulungsgeschädigte sind. ....ich war 2010 3 Wochen und 6 Tage in der Psychiatrie und in der Zeit hab ich bei 5 oder 6 Leuten durch Beobachtung oder Gespräche festgestellt, das sie umgeschulte Linkshänder sind.
Zur Transzendenz hat übrigens Stanislav Grof Bücher geschrieben. Das Thema ist im Prinzip sein Lebenswerk. Gelernt hat er glaub ich Psychiater.

Gruß von Detlef
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  #20  
Alt 18.07.2017, 06:13
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 779
Standard AW: Zeitungsbeitrag: Zurück nach Hause in die Linkshändigk

Hallo Detlef,

dass man in der Psychiatrie wohl hauptsächlich umgeschulte Linkshänder, also auch, oder heute umso mehr, freiwillig, als Kinder, durch soziale Anpassungsprozesse Umgeschulte (schreibe ich hier explizit für Nichtforenmitglieder) findet, habe ich ja bereits an anderer Stelle bestätigt.
Diese Beobachtung habe ich 9/2012 gemacht, als ich eine nahestehende Person dort abholen mußte und deswegen einen Vormittag in der geschlossenen Abteilung verbracht habe.

Mich selbst hatte man während meiner Bundeswehrzeit, 1974, in der sog. Grundausbildung, auch für ca. 2 Wochen in die "Geschlossene" gesteckt, weil ich mich bei der Ausbildung an technischen Gerätschaften nicht mehr konzentrieren konnte. ---Ich litt unter Schlafentzug, wegen der Schnarcherei der lieben sog. Kameraden, und mit seltsamen gruppendynamischen Methoden wollten man mich zuvor therapieren.
Danach war für den Rest meines Daseins meine sog. Paruresis (wer will kann's googeln) schlimmer den je.

Nach meinen ULH- Beobachtungen 9/2012 hatte ich dann meinen schweren Motorradunfall und jetzt ist mein linkes Handgelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt (6-fache Radiusfraktur).


Die Bibel: Ja, die Stelle mit links und rechts (Matthäus 25) hänge ich auch nicht so hoch.

---Nur leider hat hat man das in den letzten 2000 Jahren offenbar getan!

Durch das Sattler'sche Knotenbuch kam ich ja darauf bzw. sie schreibt es ja so.

Dr. Sattler hat recht, das Dürerbildnis mit Christus/Gott und den Bösen und Teufeln zur Linken in zahllosen Kirchen kann man weltweit bewundern.
Wichtig hier, wie schon mal gesagt, die Identifikation Mensch=Christus=Gott).
Bilder, das sagt mir mein Technikerverstand, sind wesentlich beeindruckender und aussagekräftiger als irgendwelche Texte.
Derartige Darstellungen haben dieses Links = schlecht und Rechts = gut, zusammen mit dem rechtshändigen Schreiben, weltweit in alle Köpfe gebracht, und dieser Unfug wird seitdem von Generation zu Generation unreflektiert weitergegeben. --Mehr wollte ich eigentlich gar nicht damit sagen.

Ansonsten stellt die Bibel, sowohl AT als auch NT, für mich nichts weiter als den zwei- bis viertausend Jahre alten Versuch dar Lebensweisheiten weiter zu geben, --ein Versuch, der heutzutage kaum noch die Menschen erreicht, bzw. erreichen kann.

Das schreibe ich, obwohl ich an eine höhere Wesenheit glaube. Wer dies nicht tut, mißachtet m.E. das Wunder der Natur.

Liebe Grüße

Michael

Geändert von Micha.el (18.07.2017 um 07:29 Uhr).
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