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  #1  
Alt 01.07.2018, 16:22
Dori Dori ist offline
 
Beiträge: 297
Standard Reorganisation des Gehirns

Ich habe mich vor Kurzem noch ziemlich über die "Nebenwirkungen" der RS geärgert, die erst nach einem Jahr bei mir aufgetreten sind (Gott sei Dank, sonst wäre ich sicher nicht so voller Elan am Anfang gewesen).


Jetzt sehe ich immer mehr, dass sich einfach viel neu verknüpfen muss und die Ausfälle ab und zu ganz normal sind. Es stört mich jetzt nicht mehr.

Ich merke z.B. dass ich auf einmal bei der Aussprache englischer Wörter manchmal nicht mehr weiß, wie es sich anhören soll. Aber einmal korrekt hören und es ist wieder verankert.
Genauso ist gerade mein Rechtsschreibwissen etwas in "Umzugslaune". Schreibt man das jetzt mit f oder v? Mit s oder ß?
Das sind kleine Veränderungen im Alltag, die jetzt nicht mehr Ungeduld bei mir auslösen, sondern mehr Neugier und Begeisterung, wie ich regelrecht meinem Gehirn bei der Umstrukturierung zuschauen kann weil ich es ja direkt miterlebe.
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  #2  
Alt 01.07.2018, 22:25
Gudrun K. Gudrun K. ist offline
 
Beiträge: 71
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Geht doch das ist die richtige Einstellung.


Bravo. Applaus und überhaupt.


Liebe Grüße


Gudrun K.
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  #3  
Alt 03.07.2018, 07:21
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 1.057
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Glückwunsch Dori,


--auch von mir. Gerade die jetzt, oben, speziell von Dir angesprochenen Veränderungen, die Schriftsprachen betreffend, habe ich allerdings erst viel später bemerkt. Mir fällt es jetzt viel leichter "in English" to denken. Früher habe ich im Kopf viel mehr übersetzt. Auch die Sache mit der Orthographie, allgemein, kenn' ich bestens.


Da soll noch mal einer mir irgendetwas von Talenten erzählen....., besonders im Hinblick auf die 50:50-RH:LH-These, ---weltweit.



Gruß Michael
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  #4  
Alt 03.07.2018, 13:36
Dori Dori ist offline
 
Beiträge: 297
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Zitat:
Zitat von Miacha.el
Mir fällt es jetzt viel leichter "in English" to denken. Früher habe ich im Kopf viel mehr übersetzt.
Ja, jetzt wo du es erwähnst... Mir fällt es inzwischen auch viel leichter Englisch, vor allem gesprochenes, zu verstehen. Mir fällt inzwischen vieles deutlich leichter. Auch logische Schlüsse ziehen - da muss ich nicht mehr so angestrengt verschiedene Stränge zusammensuchen, das logische Bild ergibt sich mehr von selbst. Und auch mich zu entspannen fällt mir leichter.


Was mir dagegen nicht leichter, sondern schwerer fällt: Geduld mit anderen haben. Dadurch dass ich jetzt buchstäblich flüssiger und damit flotter denke, ertappe ich mich dabei, dass ich anderen ins Wort fallen will etc.
Aber das mit der Geduld wird sich auch noch entwickeln. Das ist schließlich eine Sache der Einstellung.
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  #5  
Alt 03.07.2018, 15:54
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 1.057
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Zitat:
Zitat von Dori
Aber das mit der Geduld wird sich auch noch entwickeln. Das ist schließlich eine Sache der Einstellung.

-----voll korrekt....
(...versuche mich mal etwas mehr in der Sprache der jüngeren Mitmenschen auszudrücken, ohne unterstellen zu wollen, dass dies die Deinige ist.)


Das ist das, was ich auch irgendwann mal meinte, ---innere Einstellung, --man ist tatsächlich in der Lage sich viel einfacher selbst erneut zu erziehen/zu ändern, ---das innere Kind......
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  #6  
Alt 04.07.2018, 09:19
Detlef Detlef ist offline
 
Beiträge: 736
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Hallo Micha.el und Dori,

das mit der Geduld als Einstellungsfrage ließ mich nachdenken! Hab mich erst gefragt, ob Geduld Gedanke oder Gefühl ist. Es ist Gefühl! Der Vorsatz, sich in Geduld zu üben, ist Einstellung und somit wohl Gedanke.
Ist aber echt ne Sache, die ich mir erstmal zurechtlegen musste!
Bin in bestimmten Situationen auch ungeduldig, dann aber auch kritikfähig, wenn mich z.B. jemand hinweist, ausreden zu lassen.

LG von Detlef
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  #7  
Alt 04.07.2018, 11:47
Gudrun K. Gudrun K. ist offline
 
Beiträge: 71
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Hallo Detlef,


ich denke nicht, das Geduld ein Gefühl ist. Es ist die Akzeptanz der Tatsache, dass die Dinge so lange dauern wie sie dauern, die Erkenntnis, dass wir es nicht beschleunigen können und die Einsicht, dass innerer Widerstand nichts ändert. Oder anders gesagt: Einverstanden sein mit dem Leben wie es ist. Ich kann mit mir selbst Geduld haben und trotzdem taucht an einem Punkt dann z.B. plötzlich Wut auf, weil was nicht klappt. Glücklicherweise muss ich mit der Wut ja nichts machen, die löst sich auch ganz schnell wieder auf, wenn ich nicht anfange, darüber nachzugrübeln. Ist zumindest meine Erfahrung.


LG Gudrun K.
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  #8  
Alt 04.07.2018, 13:23
Dori Dori ist offline
 
Beiträge: 297
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Ich würde Geduld psychologisch betrachtet unter Impulssteuerung verorten. Da spielen Hirnchemie, Gedanken und Gefühle zusammen. Je besser ich mich steuern kann, desto besser kann ich Ungeduld zwar wahrnehmen, aber nicht danach handeln. Deshalb sehe ich das als etwas, was man gut üben kann.


Regelmäßiges Meditieren soll auch geduldiger machen. Dazu bin ich aber zu ungeduldig. Aber in emotionalen Situationen erst mal eine 1-Minuten Atemübung machen, hilft auch schon, um die Ungeduld abzumildern.


Ich empfinde Ungeduld aber auch nicht als etwas Negatives, das man unbedingt unterdrücken oder ausschalten muss. Es ist z.B. sehr verständlich, dass ein Hochbegabter ungeduldig wird in einem Team aus lauter Menschen, die langsamer mitdenken.



Geduld mit sich selbst und Geduld mit anderen sind auch noch zwei verschiedene Baustellen. Vor Beginn der RS war ich seeeehr geduldig mit anderen, das ändert sich jetzt weil ich viele Dinge nicht mehr aktzeptiere. Ich sehe besser meine Bedürfnisse und wo jemand meine Grenzen überschreiten will.
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  #9  
Alt 04.07.2018, 22:16
Gudrun K. Gudrun K. ist offline
 
Beiträge: 71
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Zitat:
Vor Beginn der RS war ich seeeehr geduldig mit anderen, das ändert sich jetzt weil ich viele Dinge nicht mehr aktzeptiere. Ich sehe besser meine Bedürfnisse und wo jemand meine Grenzen überschreiten will.

Das kommt mir auch sehr bekannt vor. Aber auch das gibt sich wieder
Und das mit dem Buchstabenverwechseln hoffentlich auch. Und das, wo ich immer "the queen of korrekte Rechtschreibung war"


Ich bin jetzt siebeneinhalb Monate dabei und derzeit in einer sehr stabilen Phase, im Sinne von: ich habe kaum noch diese Zusammenbrüche, bei denen mir von jetzt auf gleich die Lichter ausgehen, ohne dass ich objektiv betrachtet sonderlich gefordert war. Also vielleicht noch drei Mal im Monat statt fünf Mal die Woche. Und ich erhole mich schneller. Viel schneller. Daran muss ich mich auch erst noch noch gewöhnen Aber irgendwas ist ja immer


LG Gudrun K.
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  #10  
Alt 05.07.2018, 07:41
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 1.057
Standard AW: Reorganisation des Gehirns

Hallo Gudrun,


würdest Du ggf. das was Du Zusammenbrüche nennst, näher beschreiben, ----evtl. im geschützten Bereich, ---wenn Du magst.



Es würde mich interessieren. Klar, jeder Mensch reagiert anders. Bei mir ist es so, dass ich irgendwann spürte, dass ich viel zu viel Wut bekam und mich darüber wunderte, dass der Anlass dann eigentlich nichtig war. Da hätte ich mich in Prae-Rs-Zeit niemals so drüber aufgeregt.
Ich kann mir auch vorstellen dass manche RS'ler sich noch mehr in sich zurückziehen, --je nach Mentalität.



Das sind eben die Punkte, die eine Rückschulung so anstrengend machen, finde ich, da wir ja Menschen sind, die in einer wie auch immer gearteten Gemeinschaft leben. Wir können unsere Gefühle nicht immer so ausleben, wie irgendetwas in uns drinnen es gerne möchte.


LG Michael
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