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  #11  
Alt 20.05.2017, 14:32
BarbaraS BarbaraS ist offline
 
Beiträge: 547
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Zur Zuverlässigkeit von IQ-Tests:

Eines meiner Kinder hat vor vielen Jahren einen Hawik IV gemacht. Grundlage war eine Diagnose aufgrund einer ADHS Problematik. Trotz ausgeprägter ADHS Symptomatik hat der Test eine Hochbegabung im eindeutigen Bereich, nahe an einer Höchstbegabung ergeben.

Einige Jahre später wurden hier an der UNI von einem Forschungsinstitut jugendliche Probanden gesucht für einen neu entwickelten Test auf Hochbegabung. Ziel dieses Testes sollte wohl sein, auch Jugendliche mit intellektueller Begabung zu finden, die wegen Problemen mit Sprache und Kultur nicht in ein aussagekräftiges Ergebnis z.B. eines Hawiks fallen (hier werden ja auch die sprachlichen Kombinationsfähigkeiten, Zuordnungsfähigkeiten von Begriffen abgetestet)

Also hat mein Sohn dort teilgenommen, natürlich ohne vorher etwas zu einem vorherigen Test zu sagen. Ergebniss: Intelligenz unter 80 %, also nahe an einer Minderbegabung.

Also zwei Test auf Hochbegabung haben Ergebnisse ausgewiesen, die nicht nur ein wenig auseinander lagen, sondern der eine Test lag am oberen Ende der Intelligenzskala, der andere sehr weit am unteren Ende....... Spasseshalber haben dann meine anderen Kinder dort auch teilgenommen - mit dem gleichen Ergebnis.

Soweit also zur Zuverlässigkeit solcher Tests.

BarbaraS
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  #12  
Alt 21.05.2017, 15:43
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 743
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Ha, Barbara,

das bestätigt und freut mich natürlich zugleich. Ausser dem mehr oder minder schwachsinnigen, also m.E. gar nicht intelligenten, Bundeswehr-Eignungstest von 1973 kenne ich persönlich gar keine Tests dieser Art, soll heißen, --die an mir vollzogen wurden. --Kenne das also nur vom Hören-Sagen und aus diversen Zeitschriften.
Ich finde es deswegen einfach nur seltsam, dass sich so viele Menschen an diesem Unsinn so ereifern und daran glauben.
Es scheint, als ob das gerade Menschen sind, die keine Ahnung von Naturwissenschaften haben und daher glauben es müsse und könne alles messbar sein. --Mit Nichten......

Viele Grüße auch an Dich mal im hohen Norden

Michael
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  #13  
Alt 22.05.2017, 12:49
Tim Tim ist offline
 
Beiträge: 122
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Sehr schönes Thema, das mich auch grad umtreibt! Gut, daß ich hier mal wieder rein geguckt habe!

Zitat:
Zitat von Monja Beitrag anzeigen
... Allerdings hatte ich unverhältnismäßig starke Probleme mit den Aufgaben zur Merkfähigkeit. Was auch zu meiner Alltagsbeobachtung passt, dass ich extrem vergesslich bin, wenn ich keine Notizen mache. ...
Kenn ich, hat sich aber im Alltag erheblich verbessert.

Ich hab auch mal einen IQ-Test gemacht, noch als unbewusster Linkshänder; Ergebnis: Relativ viele Punkte und der so wichtige Hinweis der Gutachterin, ich sei umgeschulter Linkshänder.

Offenbar leiden unter der Umschulung Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Da dies Komponenten sind, die in das Gesamtergebnis eines Tests einfließen, dürfte es kaum möglich sein, daß umgeschulte Linkshänder dasselbe Ergebnis erreichen, das sie ohne Umschulung hätten erreichen können; es sind vermutlich immer mindestens ein paar Punkte weniger.

Zur Gesamtkritik an IQ-Tests:
Ein IQ-Test misst, was ein IQ-Test misst. Nicht mehr, nicht weniger. Und es gibt Schwankungen, je nach Motivation, Tagesform, Lebensphase, Testumgebung usw.

Ich habe auch von manchen gehört, die mehrere unterschiedliche Tests gemacht haben, deren Ergebnisse sehr weit auseinander lagen. Um allerdings halbwegs valide Aussagen zur Schwankungsbreite machen zu können, müssten möglichst viele Leute den immer selben Test unter möglichst gleichen Bedingungen möglichst oft absolvieren. Ob man das mal so gemacht hat, weiß ich nicht.

Nachtrag:
Grad in den letzten Tagen fiel mir wieder öfter auf, daß ich mir Handlungen mit links, erfolgte oder gewünschte, manchmal bildlich vorstelle und im Bild die rechte Hand die linke ist ... Irgendwie spooky. Ich deute das so, daß mir derzeit beide Hände etwas fremd sind.

Daß solche Verwindungen im Hirn sich auch im Ergebnis eines IQ-Tests in irgendeiner Form niederschlagen, und sei es noch so marginal, liegt auf der ... Hand. (Korrigiert, zunächst hatte ich mal wieder "Hnad" geschrieben).

Geändert von Tim (22.05.2017 um 13:08 Uhr).
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  #14  
Alt 22.05.2017, 14:52
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 428
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Moin Forum!
Zitat:
Offenbar leiden unter der Umschulung Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Genau damit habe ich auch große Probleme, ich hoffe, das wird durch die Rückschulung besser! Aber momentan ist sowieso großes Chaos in meinem Kopf.
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  #15  
Alt 22.05.2017, 16:47
Monja Monja ist gerade online
 
Beiträge: 413
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Naja, man kann nicht zu hoch getestet werden, außer der Test ist falsch normiert (zu kleine Vergleichsstichprobe) oder man hatte vorher die korrekten Antworten und hat diese auswendig gelernt.

Hingegen gibt es 1001 Gründe, dass ein Testergebnis zu niedrig ausfällt:
- Nervosität und Prüfungsangst
- Ablenkung durch Umgebungsreize (Temperatur, Geräusche...)
- Abneigung gegen die Person, die testet
- Angst vor einem schlechten Ergebnis
- Verständnisschwierigkeiten durch andere Sprachgewohnheiten (Dialekt, Nicht-Muttersprachler...)
- Konzentrationsprobleme, da die Aufgaben zu leicht sind
- Fehler durch Nebenwirkung umgeschulter Händigkeit
- Angst vor Ausgrenzung, falls das Testergebnis zu hoch ausfällt
- Angst vor Selbstwertproblemen, falls der Test hoch ausfällt man selbst jedoch den Eindruck hat "es nicht so wirklich zu was gebracht zu haben"
- Angst vor Druck durch das Umfeld, falls man hoch getestet wird (jetzt keine Ausrede mehr, Du bist schließlich klug genug)
- Konzentrationsprobleme durch Spätfolgen überlastender Erlebnisse (bis hin zu Traumafolgestörung)

Daher würde ich persönlich immer den höchsten Testwert für den halten, der der echten Begabung am nächsten liegt. Es sei denn, es kann ein hieb- und stichfester Beweis eines Messfehlers erbracht werden.

Ist aber die Frage, was die Zahl für den Alltag bringt. Mir gar nix.

Wirklich hilfreich war ausschließlich die Detailauswertung, woraus erkennbar wurde, dass meine Begabung im räumlich-visuellen Bereich liegt. Das kann ich jetzt einsetzen, um diese Stärke im Alltag z. B. beim Lernen für die Uni zu nutzen. Denn es fällt mir super schwer, nur mit Texten zu lernen. Früher dachte ich daher ich sei dumm und faul. Jetzt weiß ich, diese Art zu Lernen liegt mir einfach nicht. Dafür kann ich sehr angenehm mit Grafiken und Schaubildern lernen.

Ein Bekannter von mir bekommt hingegen allergischen Ausschlag, wenn er (Originalton) "mit diesen wuseligen bunten Bildchen" lernen soll. Der liebt Excel-Tabellen dafür über alles und kann alles verstehen, wenn es nur in einer schwarz-weißen Zahlenkolonne steht oder wenigstens Variablen statt Text benutzt werden. Davon würde ich wiederum total irre, weil ich vor lauter Details dann den Zusammenhang nicht verstehen könnte
__________________
Lechts oder Rings
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  #16  
Alt 22.05.2017, 17:13
Rikka Rikka ist offline
 
Beiträge: 428
Standard AW: Intelligenztests und ULH

Liebe Monja,
ausgezeichnete Punkte, die Du da aufwirfst!
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