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Alt 08.11.2017, 08:26
Willi Willi ist offline
 
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Standard AW: Welche Hand ist für welche Tätigkeiten zuständig?

Diese Zweifel sind in der Rückfindungsphase normal und lösen sich hoffentlich nach und nach, also kein Grund zur Sorge. Grundsätzlich ist die dominante Hand die aktive, die nichtdominante hält bzw. die dominante führt die komplexeren Tätigkeiten durch.

Die Tätigkeit welcher Hand nun die übergeordnete (der Fall für die dominante Hand) ist, ist bei einfachen Tätigkeiten oft klar, aber es hängt auch davon ab, mit welchem Körpergefühl etwas durchgeführt wird (was persönlich wichtiger ist) oder welche Aktion danach folgen mag.

Im Haushalt und anderswo gibt es meist gewisse räumliche Einschränkungen. Da stellt sich auch die Frage, ob die ergonomisch sinnvolle Haltung mit links überhaupt eingenommen werden kann, je nachdem wie z.B. Geschirrspülmaschine, Waschbecken und Küchenschrank angeordnet sind.

Als Orientierung würde ich sagen, die dominante putzt die Zähne, hält das Geschirrtuch (manchmal räumt sie aber auch besser das Geschirr weg, dann muss die nichtdominante das Tuch halten - hängt also davon ab, wie die Küche eingerichtet ist und ob viel oder wenig zu trocknen ist, finde ich). Du musst diese Probleme nicht alle auf einmal lösen, ich rate dazu, Dir Zeit zu lassen. Gerade Zähne putzen umzustellen fand ich eher schwierig, das wurde so früh im Leben erlernt. Da lohnt sich, das a) ohne Kontrolle im Spiegel und b) mit einem Gegenstand in der nichtdominanten Hand als Ablenkung zu probieren.

Deine Frage finde ich sehr wichtig. Ich löse das durch überlegen und probieren und es ist oft nicht ganz einfach. Schließlich ist nicht unbedingt klar, ob die antrainierte pseudorechtshändige Haltung auch die ergonomisch richtige war die sich 1:1 spiegeln lässt. Bewegungen werden vom ganzen Körper durchgeführt, es reicht also nicht, einfach nur die andere Hand zu nehmen.

Auch wenn manche der alltäglichen Tätigkeiten banal erscheinen mögen und mit beiden Händen ganz gut funktionieren (z.B. Dusche/Einseifen) finde ich es für ein gutes linkshändiges Körpergefühl tatsächlich sehr wichtig, auch da persönliche Klarheit und die eigenen Lateralitätspräferenzen zu finden.

Entscheidend (und Ziel) ist ein stimmiges Gefühl (wobei auch Übergangslösungen eine ganze Weile ok sind). Gerade der Zustand des Zweifelns sollte aber definitiv kein Dauerzustand sein.

Geändert von Willi (08.11.2017 um 08:33 Uhr). Grund: Ergänzung
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